Der Han­dels­ver­band Ber­lin-Bran­den­burg hat die Gewerk­schaft ver.di auf Unter­las­sung bestimm­ter Streik­maß­nah­men in Anspruch genom­men (vgl. Pres­se­mit­tei­lung Nr. 21).

Das Arbeits­ge­richt Ber­lin hat es ver.di unter­sagt, den Zugang zu bestreik­ten Betriebs­stät­ten unver­hält­nis­mä­ßig zu behin­dern. Arbeits­wil­li­ge Betriebs­an­ge­hö­ri­ge, Lie­fe­ran­ten, Kun­den und Besu­cher dür­fen an dem Zutritt zu den Betriebs­stät­ten nicht gehin­dert wer­den. Auch dür­fen kei­ne Tore mit der Auf­schrift „Streik­bre­cher“ der­art vor dem Ein­gangs­be­reich auf­ge­stellt wer­den, dass die­se durch Mit­ar­bei­ter oder Kun­den pas­siert wer­den müs­sen. Ver.di wur­de es zudem unter­sagt dazu auf­zu­ru­fen, Betriebs­stät­ten und deren Tele­fon­an­la­gen zu blo­ckie­ren sowie „Streik­bruch zu ver­hin­dern“.

Gegen das Urteil kann von ver.di Beru­fung ein­ge­legt wer­den.

ArbG Ber­lin, Urteil vom 23. Juni 2008 – 2 Ga 9993/08 -