Arbeit­neh­mer kön­nen sich nach selbst aus­ge­spro­che­ner Kün­di­gung spä­ter nicht auf deren Unwirk­sam­keit beru­fen

 

 (Stutt­gart) Spricht ein Arbeit­neh­mer eine schrift­li­che außer­or­dent­li­che Kün­di­gung aus, so kann er sich spä­ter regel­mä­ßig nicht auf die Unwirk­sam­keit der Kün­di­gung beru­fen. (BAG AZ.: 2 AZR 894/07)

Dies, so der Stutt­gar­ter Fach­an­walt für Arbeits­recht Micha­el Henn, Prä­si­dent des VdAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, ist der Tenor eines am 12.03.2009 ver­kün­de­ten Urteils des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG).

In dem ent­schie­de­nen Fall hat­te der Klä­ger im August 2003 frist­los gekün­digt, weil der Arbeit­ge­ber mit Gehalts­zah­lun­gen im Ver­zug war. Eini­ge Mona­te spä­ter ver­lang­te der Klä­ger von der jet­zi­gen Beklag­ten Zah­lung der aus­ste­hen­den Gehäl­ter mit der Begrün­dung, die Beklag­te sei Rechts­nach­fol­ge­rin sei­nes Arbeit­ge­bers, weil sie des­sen Betrieb im Sep­tem­ber 2003 über­nom­men habe (Betriebs­über­gang, § 613a BGB). Sei­ne zuvor aus­ge­spro­che­ne frist­lo­se Kün­di­gung sei unwirk­sam gewe­sen, weil kein wich­ti­ger Grund vor­ge­le­gen habe. Die Beklag­te hat den Betriebs­über­gang bestrit­ten und ein­ge­wandt, das Arbeits­ver­hält­nis habe schon vor dem behaup­te­ten Betriebs­über­gang durch die frist­lo­se Kün­di­gung sein Ende gefun­den.

Die Kla­ge blieb — wie schon in den Vor­in­stan­zen — auch vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt erfolg­los, so betont Henn.

Zwar bedür­fe auch die frist­lo­se Kün­di­gung des Arbeit­neh­mers nach § 626 Abs. 1 BGB eines wich­ti­gen Grun­des. Ein sol­cher wich­ti­ger Grund kön­ne z. B. dann vor­lie­gen, wenn der Arbeit­ge­ber mit Gehalts­zah­lun­gen in Rück­stand ist und der Arbeit­neh­mer den Arbeit­ge­ber des­halb abge­mahnt hat. Feh­le es an einem wich­ti­gen Grund, sei die den­noch aus­ge­spro­che­ne Kün­di­gung unwirk­sam. Der Arbeit­ge­ber kön­ne die Unwirk­sam­keit der Kün­di­gung auch gericht­lich gel­tend machen. Neh­me er die Kün­di­gung jedoch hin, so kön­ne sich der Arbeit­neh­mer, der zuvor selbst schrift­lich gekün­digt hat, regel­mä­ßig nicht auf die Unwirk­sam­keit der Kün­di­gung beru­fen. Andern­falls ver­sto­ße er gegen das Ver­bot wider­sprüch­li­chen Ver­hal­tens.

Henn emp­fahl, das Urteil zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len recht­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.   

Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:

Micha­el Henn 
Rechts­an­walt    
Fach­an­walt für Erbrecht    
Fach­an­walt für Arbeits­recht   
VdAA — Prä­si­dent     
Rechts­an­wäl­te Dr. Gaupp & Coll  
Theo­dor-Heuss-Str. 11  
70174 Stutt­gart    
Tel.: 0711/30 58 93–0
Fax: 0711/30 58 93–11     
stuttgart@drgaupp.de   
www.drgaupp.de

 

 
 
 
 

Arbeit­neh­mer kön­nen sich nach selbst aus­ge­spro­che­ner Kün­di­gung spä­ter nicht auf deren Unwirk­sam­keit beru­fen

 

 

 (Stutt­gart) Spricht ein Arbeit­neh­mer eine schrift­li­che außer­or­dent­li­che Kün­di­gung aus, so kann er sich spä­ter regel­mä­ßig nicht auf die Unwirk­sam­keit der Kün­di­gung beru­fen. (BAG AZ.: 2 AZR 894/07)

Dies, so der Stutt­gar­ter Fach­an­walt für Arbeits­recht Micha­el Henn, Prä­si­dent des VdAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, ist der Tenor eines am 12.03.2009 ver­kün­de­ten Urteils des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG).

In dem ent­schie­de­nen Fall hat­te der Klä­ger im August 2003 frist­los gekün­digt, weil der Arbeit­ge­ber mit Gehalts­zah­lun­gen im Ver­zug war. Eini­ge Mona­te spä­ter ver­lang­te der Klä­ger von der jet­zi­gen Beklag­ten Zah­lung der aus­ste­hen­den Gehäl­ter mit der Begrün­dung, die Beklag­te sei Rechts­nach­fol­ge­rin sei­nes Arbeit­ge­bers, weil sie des­sen Betrieb im Sep­tem­ber 2003 über­nom­men habe (Betriebs­über­gang, § 613a BGB). Sei­ne zuvor aus­ge­spro­che­ne frist­lo­se Kün­di­gung sei unwirk­sam gewe­sen, weil kein wich­ti­ger Grund vor­ge­le­gen habe. Die Beklag­te hat den Betriebs­über­gang bestrit­ten und ein­ge­wandt, das Arbeits­ver­hält­nis habe schon vor dem behaup­te­ten Betriebs­über­gang durch die frist­lo­se Kün­di­gung sein Ende gefun­den.

Die Kla­ge blieb — wie schon in den Vor­in­stan­zen — auch vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt erfolg­los, so betont Henn.

Zwar bedür­fe auch die frist­lo­se Kün­di­gung des Arbeit­neh­mers nach § 626 Abs. 1 BGB eines wich­ti­gen Grun­des. Ein sol­cher wich­ti­ger Grund kön­ne z. B. dann vor­lie­gen, wenn der Arbeit­ge­ber mit Gehalts­zah­lun­gen in Rück­stand ist und der Arbeit­neh­mer den Arbeit­ge­ber des­halb abge­mahnt hat. Feh­le es an einem wich­ti­gen Grund, sei die den­noch aus­ge­spro­che­ne Kün­di­gung unwirk­sam. Der Arbeit­ge­ber kön­ne die Unwirk­sam­keit der Kün­di­gung auch gericht­lich gel­tend machen. Neh­me er die Kün­di­gung jedoch hin, so kön­ne sich der Arbeit­neh­mer, der zuvor selbst schrift­lich gekün­digt hat, regel­mä­ßig nicht auf die Unwirk­sam­keit der Kün­di­gung beru­fen. Andern­falls ver­sto­ße er gegen das Ver­bot wider­sprüch­li­chen Ver­hal­tens.

Henn emp­fahl, das Urteil zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len recht­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.   

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