AGG §§ 1, 2, 6 Abs. 3, § 7 Abs. 1, § 8 Abs. 1, §§ 10, 15, 22 a) Auf den Geschäfts­füh­rer einer GmbH, des­sen Bestel­lung und…

Anstel­lung infol­ge einer Befris­tung abläuft und der sich erneut um das Amt des Geschäfts­füh­rers bewirbt, sind gemäß § 6 Abs. 3 AGG die Vor­schrif­ten des Abschnitts 2 des All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­set­zes und § 22 AGG ent­spre­chend anwend­bar. b) Ent­schei­det ein Gre­mi­um über die Bestel­lung und Anstel­lung eines Bewer­bers als Geschäfts­füh­rer, reicht es für die Ver­mu­tungs­wir­kung des § 22 AGG aus, dass der Vor­sit­zen­de des Gre­mi­ums die Grün­de, aus denen die Ent­schei­dung getrof­fen wor­den ist, unwi­der­spro­chen öffent­lich wie­der­gibt und sich dar­aus Indi­zi­en erge­ben, die eine Benach­tei­li­gung im Sin­ne des § 7 Abs. 1 AGG ver­mu­ten las­sen. c) Macht der Klä­ger einen Anspruch auf Ersatz sei­nes Erwerbs­scha­dens nach § 15 Abs. 1 AGG gel­tend, obliegt ihm grund­sätz­lich die Dar­le­gungs- und Beweis­last dafür, dass die Benach­tei­li­gung für die Ableh­nung sei­ner Bewer­bung ursäch­lich gewor­den ist. Ihm kommt aber eine Beweis­er­leich­te­rung zugu­te, wenn nach der Lebens­er­fah­rung eine tat­säch­li­che Ver­mu­tung oder Wahr­schein­lich­keit für eine Ein­stel­lung bei regel­ge­rech­tem Vor­ge­hen besteht.

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