Arbeit­ge­ber macht den gesetz­lich inten­dier­ten Chan­cen­vor­teil des schwer­be­hin­der­ten Bewer­bers zunich­te, wenn er die­sem zwar die Ein­la­dung zu einem Vor­stel­lungs­ge­spräch in Aus­sicht stellt, gleich­zei­tig aber dem schwer­be­hin­der­ten Bewer­ber mit­teilt, des­sen Bewer­bung habe nach der “Papier­form” nur eine gerin­ge Erfolgs­aus­sicht, wes­halb der schwer­be­hin­der­te Bewer­ber mit­tei­len möge, ob er das Vor­stel­lungs­ge­spräch wahr­neh­men wol­le. Eine solch “abschre­cken­de” Ein­la­dung begrün­det gemäß § 22 AGG die Ver­mu­tung der Benach­tei­li­gung wegen der Behin­de­rung.

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