(Stutt­gart) Das Hes­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt hat am 25. April 2013 über die Beru­fun­gen von vier Flug­ge­sell­schaf­ten gegen das Urteil des Arbeits­ge­richts Frank­furt am Main vom 27. März 2012 ent­schie­den, das deren Scha­dens­er­satz­kla­gen über ins­ge­samt rund EUR 39.000 abge­wie­sen hat­te.

Dar­auf ver­weist der Stutt­gar­ter Fach­an­walt für Arbeits­recht Micha­el Henn, Prä­si­dent des VDAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Hes­si­schen Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) vom 25.04.2013 zu sei­nem Urteil vom sel­ben Tage, Az. 9 Sa 561/12.

Die GdF führ­te 2009 einen Arbeits­kampf gegen die Flug­ha­fen Stutt­gart GmbH wegen einer höhe­ren Ver­gü­tung für die Mit­ar­bei­ter der Ver­kehrs­zen­tra­le / Vor­feld­kon­trol­le und  rief ihre Mit­glie­der bei der Deut­schen Flug­si­che­rungs-GmbH für den 6. April 2009 zu einem sechs­stün­di­gen Unter­stüt­zungs­streik auf (mit einer Not­dienst­re­ge­lung für 25 %  es nor­ma­len Flug­ver­kehrs). Wäh­rend die­ser Zeit konn­ten Flug­zeu­ge am Stutt­gar­ter Flug­ha­fen nicht star­ten oder lan­den. Die kla­gen­den Flug­ge­sell­schaf­ten hiel­ten den Unter­stüt­zungs­streik für rechts­wid­rig und sahen durch ihn ihre Rech­te am ein­ge­rich­te­ten und aus­ge­üb­ten Gewer­be­be­trieb ver­letzt. Sie mach­ten mit der Kla­ge Min­der­er­lö­se sowie ander­wei­ti­ge Beför­de­rungs-, Hotel- und Ver­pfle­gungs­kos­ten im Zusam­men­hang mit aus­ge­fal­le­nen oder ver­spä­te­ten Flü­gen gel­tend.

Abge­se­hen von der Fra­ge der Recht­mä­ßig­keit des Haupt­ar­beits­kamp­fes und des Unter­stüt­zungs­ar­beits­kamp­fes ging es in dem Rechts­streit um die recht­lich umstrit­te­ne Fra­ge, ob sog. Dritt­be­trof­fe­ne wie die Klä­ger des vor­lie­gen­den Rechts­streits, die selbst nicht unmit­tel­bar bestreikt wur­den, Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gegen die zum Streik auf­ru­fen­de Gewerk­schaft gel­tend machen kön­nen.

Das Hes­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die Kla­gen wie schon die Vor­in­stanz abge­wie­sen, aber wegen grund­sätz­li­cher Bedeu­tung der Rechts­sa­che die Revi­si­on zum Bun­des­ar­beits­ge­richt zuge­las­sen.

Henn emp­fahl, die Ent­schei­dung zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len recht­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. dazu auch auf den VDAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. – www.vdaa.de – verwies. 

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