(Stutt­gart) Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln hat am 20.05.2009 den Beschluss des Arbeits­ge­richts Köln vom 30.10.2008 bestä­tigt, dass die Gewerk­schaft der Neu­en Brief- und Zustell­diens­te (GNBZ) nicht tarif­fä­hig ist. Tarif­fä­hig­keit bedeu­tet die Fähig­keit, Ver­trags­par­tei eines Tarif­ver­tra­ges zu sein.

Dar­auf ver­weist der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Lei­ter des Fach­aus­schus­ses „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen” des VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Köln (LAG) vom 20.05.2009, Az. 9 TaBV 105/08.

Die GNBZ hat­te im Dezem­ber 2007 mit Arbeit­ge­ber­ver­ei­ni­gun­gen der pri­va­ten Zustell­diens­te zwei Tarif­ver­trä­ge über Min­dest­löh­ne in der Brief- und Zustell­bran­che abge­schlos­sen, die einen Min­dest­lohn von 7,50 € für Brief­zu­stel­ler vor­sa­hen und damit die von Ver.di mit der Arbeit­ge­ber­ver­ei­ni­gung für den Kon­zern der Deut­schen Post AG aus­ge­han­del­ten Min­dest­löh­ne von 9,80 € um 2,30 € unter­schrit­ten.

Das Arbeits­ge­richt Köln hat­te sei­nen Beschluss u. a. damit begrün­det, dass der Vor­stand der GNZB über­wie­gend aus Lei­tungs­per­so­nal von Unter­neh­men der pri­va­ten Zustell­bran­che bestehe, die Arbeit­ge­ber­sei­te in erheb­li­chem Umfang die Mit­glie­der­wer­bung über­nom­men und die GNZB mit finan­zi­el­len Zuwen­dun­gen unter­stützt habe, die GNZB mit ca. 1300 Mit­glie­dern nicht die nöti­ge Durch­set­zungs­fä­hig­keit habe und dass die von ihr geschlos­se­nen Tarif­ver­trä­ge Gefäl­lig­keits­ta­rif­ver­trä­ge sei­en.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln wies heu­te im Ergeb­nis die Beschwer­de der GNZB gegen die­sen Beschluss zurück. Eine schrift­li­che Begrün­dung liegt noch nicht vor.

Von Bre­dow emp­fahl, bei auf­kom­men­den Fra­gen dazu Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.

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