(Stutt­gart) In einer ers­ten Ent­schei­dung hat das Arbeits­ge­richt Ham­burg am 4. März 2010 die Kla­ge eines Luft­si­cher­heits­as­sis­ten­ten abge­wie­sen, der durch das Arbeits­ge­richt Ham­burg fest­stel­len las­sen woll­te, dass zwi­schen ihm und der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ein Arbeits­ver­hält­nis besteht.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Fach­an­walt für Arbeits­recht Jens Klar­mann, Vize­prä­si­dent des VdAA  — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Arbeits­ge­richts (ArbG) Ham­burg vom 05.03.2010, Az.: 7 Ca 319/09.

In ins­ge­samt mehr als 150 Ver­fah­ren wol­len Luft­si­cher­heits­as­sis­ten­ten, die für eine Sicher­heits­fir­ma am Flug­ha­fen Ham­burg tätig sind, durch das Arbeits­ge­richt Ham­burg fest­stel­len las­sen, dass zwi­schen ihnen und der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ein Arbeits­ver­hält­nis besteht. Die Luft­si­cher­heits­as­sis­ten­ten sind der Mei­nung, ihr Ein­satz am Flug­ha­fen Ham­burg erfol­ge im Wege einer nicht zuläs­si­gen Arbeit­neh­mer­über­las­sung. Die Sicher­heits­fir­ma habe über kei­ne Erlaub­nis zur gewerbs­mä­ßi­gen Arbeit­neh­mer­über­las­sung ver­fügt. Nach der gesetz­li­chen Reg­lung in § 10 Abs. 1 Satz 1 Arbeit­neh­mer­über­las­sungs­ge­setz gel­te daher ein Arbeits­ver­hält­nis zwi­schen ihnen und der Bundes­republik Deutsch­land als zustan­de gekom­men.

In einer ers­ten Ent­schei­dung hat die Kam­mer 7 des Arbeits­ge­richts Ham­burg am 4. März 2010 nun die Kla­ge eines Luft­si­cher­heits­as­sis­ten­ten abge­wie­sen, so Klar­mann.

Das Gericht geht davon aus, dass der Klä­ger im Rah­men eines Dienst­ver­tra­ges zwi­schen dem Sicher­heits­un­ter­neh­men und der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land als Arbeit­neh­mer des Sicher­heits­un­ter­neh­mens am Flug­ha­fen Ham­burg tätig gewor­den ist bzw. tätig wird. Hin­rei­chen­de Anhalts­punk­te für eine Über­las­sung des Klä­gers als Leih­ar­beit­neh­mer an die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land bestehen nach Auf­fas­sung des Gerichts nicht. 

Die Ent­schei­dun­gen in den Par­al­lel­ver­fah­ren ste­hen in den kom­men­den Wochen und Mona­ten an. Hier­bei ist eine grö­ße­re Zahl von Kam­mern des Arbeits­ge­richts Ham­burg mit den Ver­fah­ren befasst. Die Ent­schei­dung der Kam­mer 7 vom 4. März 2010 ent­fal­tet kei­ne Bin­dungs­wir­kung für die Ent­schei­dun­gen in den Par­al­lel­ver­fah­ren.

Klar­mann emp­fahl, die­se Grund­sät­ze zu beach­ten sowie in Zwei­fels­fäl­len um Rechts­rat nach­zu­su­chen, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. – www.vdaa.de – ver­wies.    

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