Nach dem seit 1 …

(vdaa)  Nach dem seit 1. Janu­ar 2008 geän­der­ten Lan­des­be­sol­dungs­ge­setz erhal­ten Beam­te und Rich­ter, wel­che in ein Amt ab der Besol­dungs­grup­pe B 2 bezie­hungs­wei­se R 3 beför­dert wer­den, für zwei Jah­re nur das Gehalt der nächst­nied­ri­ge­ren Besol­dungs­grup­pe (?War­te­frist?). Dem­entspre­chend bezieht der Klä­ger, der vom Vor­sit­zen­den Rich­ter am Ober­lan­des­ge­richt (Besol­dungs­grup­pe R 3) zum Vize­prä­si­den­ten des Ober­lan­des­ge­richts (Besol­dungs­grup­pe R 4) beru­fen wur­de, zwei Jah­re ledig­lich die Besol­dung aus sei­ner bis­he­ri­gen nied­ri­ge­ren Besol­dungs­grup­pe R 3. Die hier­ge­gen erho­be­ne Kla­ge hat das Ver­wal­tungs­ge­richt abge­wie­sen und die Beru­fung zum Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz zuge­las­sen.

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt hat das Beru­fungs­ver­fah­ren aus­ge­setzt und dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die von ihm ver­nein­te Fra­ge vor­ge­legt, ob die ?War­te­frist? mit dem ver­fas­sungs­recht­li­chen Grund­satz der amts­an­ge­mes­se­nen Besol­dung im Sin­ne des Art. 33 Abs. 5 Grund­ge­setz in Ein­klang steht. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt wird ent­schei­den müs­sen, ob nach einer Beför­de­rung in ein höher­wer­ti­ges Amt von Ver­fas­sungs wegen sofort die höhe­ren Dienst­be­zü­ge zu zah­len sind.

Beschluss vom 4. Dezem­ber 2009, Akten­zei­chen: 10 A 10507/09.OVG