Berück­sich­ti­gungs­fä­hig­keit neu­en Vor­trags in der Beru­fungs­in­stanz nach § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr.1 ZPO setzt vor­aus, dass die nach Auf­fas­sung des Beru­fungs­ge­richts feh­ler­haf­te Rechts­auf­fas­sung des erst­in­stanz­li­chen Gerichts zumin­dest mit­ur­säch­lich dafür gewor­den ist, dass sich Par­tei­vor­brin­gen in die Beru­fungs­in­stanz ver­la­gert hat. Dies kommt schon dann in Betracht, wenn das Gericht des ers­ten Rechts­zugs, hät­te es die spä­ter vom Beru­fungs­ge­richt für zutref­fend erach­te­te Rechts­auf­fas­sung geteilt, zu einem Hin­weis nach § 139 Abs. 2 ZPO ver­pflich­tet gewe­sen wäre.3. Der Anwen­dung des § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO steht nicht ent­ge­gen, dass die erst­in­stanz­li­che Gel­tend­ma­chung des neu­en Angriffs-oder Ver­tei­di­gungs­mit­tels auch aus Grün­den unter­blie­ben ist, die eine Nach­läs­sig­keit der Par­tei im Sin­ne des § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ZPO tra­gen.

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