Sozi­al­ge­richt Dort­mund: Hartz IV: Kei­ne Ein­kom­mens­an­rech­nung bei Dar­lehn

 

Dar­lehn an Emp­fän­ger der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de wer­den nicht als Ein­kom­men ange­rech­net.

Dies ent­schied das Sozi­al­ge­richt Dort­mund im Fal­le eines 55-jäh­ri­gen Lang­zeit­ar­beits­lo­sen aus Werdohl, der von einem Nef­fen monat­lich 200,- Euro gelie­hen bekam und hier­von sei­ne Mie­te bestritt.

(vdaa) …
Die Arbeits­ge­mein­schaft Mär­ki­scher Kreis (ARGE) in Iser­lohn for­der­te dar­auf­hin von dem Arbeits­lo­sen knapp 3000,- Euro zurück. Es sei­en kei­ne Unter­kunfts­kos­ten ange­fal­len. Bei den Zah­lun­gen des Ver­wand­ten han­de­le es sich um Ein­kom­men, das auf die Grund­si­che­rung anzu­rech­nen sei.

Auf die Kla­ge des Arbeits­lo­sen hob das Sozi­al­ge­richt Dort­mund den Rück­for­de­rungs­be­scheid der ARGE auf. Die Kos­ten der Unter­kunft des Klä­gers sei­en tat­säch­lich ent­stan­den und von ihm begli­chen wor­den. Das Dar­lehn von monat­lich 200,- Euro stel­le auch kein anzu­rech­nen­des Ein­kom­men dar, weil es anders als bei einem Geschenk die wirt­schaft­li­che Situa­ti­on des Klä­gers nicht ver­bes­se­re. Wer­de wie vor­lie­gend die Rück­zah­lung geschul­det, beinhal­te das Dar­lehn kei­nen ver­mö­gens­wer­ten Vor­teil. Dabei sei es unschäd­lich, dass mit Ver­ein­ba­rung des Dar­lehns der kon­kre­te Rück­zah­lungs­zeit­punkt noch offen gelas­sen wor­den sei. Der Klä­ger und sein Nef­fe hät­ten jeden­falls ver­ein­bart, dass die Dar­lehns­sum­me zurück­ge­zahlt wer­den sol­le, sobald der Klä­ger ein Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis auf­ge­nom­men habe. Das Gericht sah dar­in eine kon­kre­te Rück­zah­lungs­ver­pflich­tung, die der Klä­ger spä­ter auch tat­säch­lich erfüll­te.

Sozi­al­ge­richt Dort­mund, Urteil vom 17.07.2009, Az.: S 22 AS 66/08

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    Sozi­al­ge­richt Dort­mund: Hartz IV: Kei­ne Ein­kom­mens­an­rech­nung bei Dar­lehn

     

    Dar­lehn an Emp­fän­ger der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de wer­den nicht als Ein­kom­men ange­rech­net.

    Dies ent­schied das Sozi­al­ge­richt Dort­mund im Fal­le eines 55-jäh­ri­gen Lang­zeit­ar­beits­lo­sen aus Werdohl, der von einem Nef­fen monat­lich 200,- Euro gelie­hen bekam und hier­von sei­ne Mie­te bestritt.

    (vdaa) …
    Die Arbeits­ge­mein­schaft Mär­ki­scher Kreis (ARGE) in Iser­lohn for­der­te dar­auf­hin von dem Arbeits­lo­sen knapp 3000,- Euro zurück. Es sei­en kei­ne Unter­kunfts­kos­ten ange­fal­len. Bei den Zah­lun­gen des Ver­wand­ten han­de­le es sich um Ein­kom­men, das auf die Grund­si­che­rung anzu­rech­nen sei.

    Auf die Kla­ge des Arbeits­lo­sen hob das Sozi­al­ge­richt Dort­mund den Rück­for­de­rungs­be­scheid der ARGE auf. Die Kos­ten der Unter­kunft des Klä­gers sei­en tat­säch­lich ent­stan­den und von ihm begli­chen wor­den. Das Dar­lehn von monat­lich 200,- Euro stel­le auch kein anzu­rech­nen­des Ein­kom­men dar, weil es anders als bei einem Geschenk die wirt­schaft­li­che Situa­ti­on des Klä­gers nicht ver­bes­se­re. Wer­de wie vor­lie­gend die Rück­zah­lung geschul­det, beinhal­te das Dar­lehn kei­nen ver­mö­gens­wer­ten Vor­teil. Dabei sei es unschäd­lich, dass mit Ver­ein­ba­rung des Dar­lehns der kon­kre­te Rück­zah­lungs­zeit­punkt noch offen gelas­sen wor­den sei. Der Klä­ger und sein Nef­fe hät­ten jeden­falls ver­ein­bart, dass die Dar­lehns­sum­me zurück­ge­zahlt wer­den sol­le, sobald der Klä­ger ein Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis auf­ge­nom­men habe. Das Gericht sah dar­in eine kon­kre­te Rück­zah­lungs­ver­pflich­tung, die der Klä­ger spä­ter auch tat­säch­lich erfüll­te.

    Sozi­al­ge­richt Dort­mund, Urteil vom 17.07.2009, Az.: S 22 AS 66/08

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