1. Flug­plä­ne einer Flug­ge­sell­schaft stel­len ein zuläs­si­ges betrieb­li­ches Orga­ni­sa­ti­ons­kon­zept dar (vgl. BAG, Urt. v. 15.8.2006, 9 AZR 30/06).

2. Steht eine Flug­be­glei­te­rin bei einer auf 25 Pro­zent der Regel­ar­beits­zeit redu­zier­ten Arbeits­zeit in meh­re­ren Mona­ten im Jahr nicht für fünf­tä­gi­ge Flug­ket­ten (ent­spre­chend dem Flug­plan) zur Ver­fü­gung, steht ein ent­spre­chen­der Teil­zeit­wunsch dem betrieb­li­chen Orga­ni­sa­ti­ons­kon­zept ent­ge­gen.

3. Die abs­trak­te Befürch­tung, dass durch die Aus­deh­nung von Teil­zeit­mo­del­len im Umfang von 25 Pro­zent ein Mehr­auf­wand dadurch ent­steht, dass ein eigent­lich noch mög­lich “letz­ter Flug” (mit Über­nach­tung am Ziel­ort) nicht mehr ange­tre­ten wer­den kann, reicht zur Dar­le­gung einer wesent­li­chen Beein­träch­ti­gung des Orga­ni­sa­ti­ons­kon­zepts nicht aus. Es ist viel­mehr wei­ter dar­zu­le­gen, ob der­ar­ti­ge (vor­zei­ti­ge) Ablö­sun­gen durch orga­ni­sa­to­ri­sche Vor­keh­run­gen ver­hin­dert wer­den kön­nen und ggf. inwie­fern ein damit ver­bun­de­ner Orga­ni­sa­ti­ons­auf­wand nicht mehr zumut­bar wäre. Dies gilt jeden­falls dann, wenn der Flug­plan in erheb­li­chem Umfang auch Flug­ket­ten von weni­ger als fünf Tagen vor­sieht.

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