1. Die ein­zel­ver­trag­li­che Ermäch­ti­gung des Arbeit­ge­bers, ein­sei­tig den im Arbeits­ver­hält­nis maß­geb­li­chen Tarif­ver­trag zu ändern, stellt eine unzu­läs­si­ge Benach­tei­li­gung des Arbeit­neh­mers dar und ist gem. § 308 Nr. 4 BGB

unwirksam.2. Die richt­li­ni­en­kon­for­me Aus­le­gung von § 10 Abs. 4 S. 1 AÜG ergibt, dass dann, wenn der Ent­lei­her­be­trieb im Auf­ga­ben­ge­biet des Leih­ar­bei­ters kei­ne eige­nen Stamm­kräf­te, son­dern aus­schließ­lich Leih­ar­beit­neh­mer ein­setzt, der Leih­ar­beit­neh­mer die Ver­gü­tung bean­spru­chen kann, die für ihn gel­ten wür­de, wenn er beim Ent­lei­her für die glei­che Auf­ga­be ein­ge­stellt wor­den wäre.

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