Lan­des­ar­beits­ge­richt Hamm, Urteil vom 29.11.2017, 6 Sa 620/17

1. Bei der Ver­zugs­pau­scha­le nach § 288 Abs. 5 BGB han­delt es sich nicht um “Kos­ten” i.Sd. 4 Abs. 1 Halbs. 2 ZPO. Sie ist daher bei Ermitt­lung des Wer­tes des Beschwer­de­ge­gen­stan­des nach § 64 Abs. 2 Buchst. b) ArbGG zu berück­sich­ti­gen.

2. „Nacht­zu­schlä­ge“, die für wäh­rend der Nacht­zeit i.S.d. § 2 Abs. 3 ArbZG geleis­te­te Arbeit, die nicht Nacht­ar­beit i.S.d. § 2 Abs. 4 ArbZG ist, gezahlt wer­den, beru­hen nicht auf einer beson­de­ren gesetz­li­chen Zweck­be­stim­mung. Sie sind min­dest­lohn-wirk­sam und kön­nen den Min­dest­lohn­an­spruch des Arbeit­neh­mers nach § 1 Abs. 1 MiLoG erfül­len.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://www.justiz.nrw.de/nrwe/arbgs/hamm/lag_hamm/j2017/6_Sa_620_17_Urteil_20171129.html