(Stutt­gart) Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln hat mit einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil ent­schie­den, dass eine Alters­gren­ze von 40 Jah­ren für Anstel­lungs­ver­trä­ge mit Nach­wuchs­wis­sen­schaft­lern eine unge­recht­fer­tig­te Alters­dis­kri­mi­nie­rung dar­stellt.

Dar­auf ver­weist der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Lei­ter des Fach­aus­schus­ses „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen” des VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf das am 27.07.2009 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Köln (LAG) vom 12.02.2009, Az.: 7 Sa 1132/08.

Vor dem Gericht klag­te ein im Janu­ar 1968 gebo­re­ner Wis­sen­schaft­ler, der seit dem 01.06.2005 auf einer zuletzt bis zum 30.06.2008 befris­te­ten Stel­le der beklag­ten Uni­ver­si­tät an sei­ner Habi­li­ta­ti­on gear­bei­tet und die­se noch nicht fer­tig­ge­stellt hat­te. Im sta­tis­ti­schen Durch­schnitt wer­den 4,8 Jah­re für eine Habi­li­ta­ti­on benö­tigt. Nach einem Rek­to­rats­be­schluss der Uni­ver­si­tät wird die Beschäf­ti­gung auf einer sol­chen Stel­le grund­sätz­lich nur zuge­las­sen, wenn der Arbeits­ver­trag bis zur Voll­endung des 40. Lebens­jah­res, spä­tes­tens ein hal­bes Jahr danach, endet. Des­halb wur­de der Ver­trag nicht mehr ver­län­gert.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln hat die auf­grund der Alters­gren­ze erfolg­te Befris­tung des Arbeits­ver­tra­ges zum 30.06.2008 nach § 7 Abs. 2 des All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­set­zes (AGG) für unwirk­sam erklärt, betont von Bre­dow.

Die von der Uni­ver­si­tät ver­füg­te star­re Alters­gren­ze wur­de vom Gericht als nicht ange­mes­sen beur­teilt. Sie kön­ne durch das von der Uni­ver­si­tät ange­führ­te Ziel, eine Her­ab­set­zung des Erst­be­ru­fungs­al­ters von Pro­fes­so­ren zu errei­chen, nicht gerecht­fer­tigt wer­den. Wegen der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung wur­de die Revi­si­on zum Bun­des­ar­beits­ge­richt zuge­las­sen.

Von Bre­dow emp­fahl, bei auf­kom­men­den Fra­gen dazu Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.

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Frhr. Fenimo­re von Bre­dow
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 „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen”
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