1) Eine Beru­fung bedarf eines Sach­an­trags. Der allei­ni­ge Beru­fungs­an­trag, den Rechts­streit in die Vor­in­stanz zurück­zu­ver­wei­sen ohne (ergän­zen­den) Sach­an­trag, ist jeden­falls dann unzu­läs­sig, wenn die Zurück­ver­wei­sung ledig­lich um ihrer selbst wil­len begehrt wird.

2) Wird die Beru­fung allein auf einen Ver­fah­rens­ver­stoß gestützt (hier: Erlass eines Urteils nach Lage der Akten), ist für eine ord­nungs­ge­mä­ße Beru­fungs­be­grün­dung nach § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 ZPO neben der Dar­stel­lung des Rechts­ver­sto­ßes auch eine Dar­le­gung der Erheb­lich­keit des Rechts­ver­sto­ßes für die ange­grif­fe­ne Ent­schei­dung erfor­der­lich. Der Beru­fungs­füh­rer muss dem­nach dar­le­gen, dass ohne den Ver­fah­rens­ver­stoß (mög­li­cher­wei­se) in der Sache eine ande­re Ent­schei­dung hät­te getrof­fen wer­den müs­sen.

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