1. Die Anhö­rung des Arbeit­neh­mers vor einer Kün­di­gung ist — außer bei der Ver­dachts­kün­di­gung — man­gels gesetz­li­cher Grund­la­ge kei­ne Wirk­sam­keits­vor­aus­set­zung.

2. Der Arbeit­neh­mer muss bei der Anhö­rung vor einer Ver­dachts­kün­di­gung nur mit einem hin­rei­chend kon­kre­ten Sach­ver­halt kon­fron­tiert wer­den. Der Arbeit­ge­ber ist dabei nicht ver­pflich­tet, sei­ne Erkennt­nis­quel­len zum Kün­di­gungs­sach­ver­halt offen­zu­le­gen. Dies gilt erst recht, wenn bereits die Anhö­rung ent­behr­lich ist.

3. Eine Spe­zia­li­sie­rung auf einen bestimm­ten Berufs­typ begrün­det nicht die Treu­wid­rig­keit einer Kün­di­gung.

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