(Stutt­gart) Nach § 1a Abs. 1 Satz 1 BetrAVG kann der Arbeit­neh­mer vom Arbeit­ge­ber ver­lan­gen, dass von sei­nen künf­ti­gen Ent­gelt­an­sprü­chen bis zu 4 vom Hun­dert der jewei­li­gen Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze in der all­ge­mei­nen Ren­ten­ver­si­che­rung durch Ent­gelt­um­wand­lung für sei­ne betrieb­li­che Alters­ver­sor­gung ver­wen­det wer­den. Der Arbeit­ge­ber ist nicht ver­pflich­tet, den Arbeit­neh­mer von sich aus auf die­sen Anspruch hin­zu­wei­sen.

Dar­auf ver­weist der Stutt­gar­ter Fach­an­walt für Arbeits­recht Micha­el Henn, Prä­si­dent des VDAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) vom 21.01.2014 zu sei­nem Urteil vom sel­ben Tage, Az. 3 AZR 807/11.
Der Klä­ger war bis zum 30. Juni 2010 beim Beklag­ten beschäf­tigt. Nach Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses ver­lang­te er vom Beklag­ten Scha­dens­er­satz mit der Begrün­dung, die­ser habe es pflicht­wid­rig unter­las­sen, ihn auf sei­nen Anspruch auf Ent­gelt­um­wand­lung nach § 1a BetrAVG hin­zu­wei­sen. Bei ent­spre­chen­der Kennt­nis sei­nes Anspruchs hät­te er 215,00 Euro sei­ner monat­li­chen Arbeits­ver­gü­tung in eine Anwart­schaft auf Leis­tun­gen der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung umge­wan­delt. Als Durch­füh­rungs­weg hät­te er die Direkt­ver­si­che­rung gewählt.

Die Vor­in­stan­zen haben die auf Zah­lung von Scha­dens­er­satz iHv. 14.380,38 Euro gerich­te­te Kla­ge abge­wie­sen. Die Revi­si­on des Klä­gers blieb erfolg­los. Da der Beklag­te weder nach § 1a BetrAVG noch auf­grund sei­ner Für­sor­ge­pflicht ver­pflich­tet war, den Klä­ger von sich aus auf sei­nen Anspruch auf Ent­gelt­um­wand­lung nach § 1a BetrAVG hin­zu­wei­sen, fehl­te es an der für einen Scha­dens­er­satz­an­spruch erfor­der­li­chen Pflicht­ver­let­zung des Beklag­ten
Henn emp­fahl, die Ent­schei­dung zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len recht­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. dazu auch auf den VDAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. – www.vdaa.de – ver­wies.

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