1. Eine Ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung ist sit­ten­wid­rig, wenn der Arbeit­neh­mer mit dem Betriebs- oder Wirt­schafts­ri­si­ko des Arbeit­ge­bers belas­tet wird, indem eine Betei­li­gung am Hono­rar der für Man­dan­ten des Arbeit­ge­bers erbrach­ten Leis­tun­gen davon abhän­gig gemacht wird, dass die Man­dan­ten das Hono­rar bezah­len.
2. Die Ver­schwie­gen­heits­pflicht eines als Steu­er­fach­ge­hil­fe beschäf­tig­ten Arbeit­neh­mers über die durch die Bear­bei­tung von Man­da­ten erwor­be­nen Infor­ma­tio­nen aus dem Man­dats­ver­hält­nis hin­dert den Arbeit­neh­mer nicht dar­an, die zur Begrün­dung sei­ner For­de­rung auf Arbeits­ent­gelt not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen aus dem Man­dats­ver­hält­nis im Pro­zess gegen sei­nen Arbeit­ge­ber auch ohne Ent­bin­dung von der Schwei­ge­pflicht vor­zu­tra­gen.

Infor­ma­tio­nen: