(Stutt­gart) Das Arbeits­ge­richt Duis­burg hat am 18. April 2011 den Kün­di­gungs­schutz­kla­gen von drei Arbeit­neh­mern des Katho­li­schen Kli­ni­kums Duis­burg statt­ge­ge­ben.

Dar­auf ver­weist der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Vize­prä­si­dent des VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Arbeits­ge­richts (ArbG) Duis­burg vom 18.04.2011, Az.: 3 Ca 436/11, 3 Ca 396/11 und 3 Ca 376/11.

Im Janu­ar 2011 hat die Beklag­te, die in Duis­burg u. a. das St. Johan­nes-Hos­pi­tal, das St. Bar­ba­ra-Hos­pi­tal, das St. Vin­cenz-Hos­pi­tal und das Mari­en-Hos­pi­tal betreibt, 121 Arbeit­neh­mer außer­or­dent­lich gekün­digt, obwohl auf­grund einer Dienst­ver­ein­ba­rung als Gegen­leis­tung für einen Ver­zicht auf Weih­nachts­geld ordent­li­che betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen bis zum 31.12.2011 aus­ge­schlos­sen sind.

Die Beklag­te hat sich zur Begrün­dung der außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung nicht auf ihre bis­he­ri­gen Sanie­rungs­be­mü­hun­gen beru­fen kön­nen. Das Gericht ist auch nicht der Argu­men­ta­ti­on gefolgt, die Kün­di­gun­gen sei­en erfor­der­lich gewe­sen, um nach einer uner­war­tet hohen Ent­gelt­er­hö­hung eine dro­hen­de Insol­venz abzu­wen­den, so von Bre­dow.

Da der Aus­schluss der ordent­li­chen betriebs­be­ding­ten Kün­di­gun­gen nur noch bis zum Jah­res­en­de gilt, ist es zumut­bar, die­sen Zeit­raum abzu­war­ten. Die Beklag­te muss sich an dem Ver­zicht auf betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen, den sie bereits in Kennt­nis ihrer schwie­ri­gen finan­zi­el­len Situa­ti­on ver­ein­bart hat, fest­hal­ten las­sen. Es genügt auch nicht, dass die Bank des Bis­tums nur bei Aus­spruch der Kün­di­gun­gen bereit gewe­sen ist, die Kre­dit­li­nie zu erhö­hen. Die Fra­ge, ob das Arbeits­ver­hält­nis außer­or­dent­lich been­det wer­den darf, darf nicht maß­geb­lich von der Ent­schei­dung der Bank abhän­gen, wel­che Sanie­rungs­be­mü­hun­gen sie für erfor­der­lich hält. Dies gilt umso mehr, da auch nach dem bis­he­ri­gen, von der Bank mit­ge­tra­ge­nen Sanie­rungs­kon­zept bis zum Jahr 2018 nega­ti­ve Betriebs­er­geb­nis­se ein­ge­plant sind.

Ins­ge­samt hät­ten sich ca. 20 Beschäf­tig­te gericht­lich gegen die Kün­di­gun­gen gewen­det. Von die­sen Ver­fah­ren sind heu­te die ers­ten drei ent­schie­den wor­den. Wei­te­re Ver­hand­lun­gen ste­hen Anfang Mai, u. a. am 5.5.2011, an.

Von Bre­dow emp­fahl, dies zu beach­ten und bei Fra­gen zum Arbeits­recht Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. – www.vdaa.de – ver­wies.

Für Rück­fra­gen steht  Ihnen zur Ver­fü­gung:

Frhr. Fenimo­re von Bre­dow
echtsanwalt/Fachanwalt für Arbeits­recht
VdAA-Vize­prä­si­dent
Domernicht v. Bre­dow Wöl­ke
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