(Stutt­gart) Das Arbeits­ge­richt Duis­burg hat am 11.01.2010 ent­schie­den, dass die Bun­des­agen­tur für Arbeit Arbeits­ver­hält­nis­se mit Tele­fon-Ser­vice-Bera­tern nicht mit der Begrün­dung wirk­sam befris­ten konn­te, sie erhal­te ihrer­seits von der ARGE Duis­burg nur einen befris­te­ten Ser­vice­auf­trag für die Durch­füh­rung der Tele­fon­diens­te.

Dar­auf ver­weist der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Lei­ter des Fach­aus­schus­ses „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen” des VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart unter Hin­weis auf das Urteil des Arbeits­ge­richts (ArbG) Duis­burg vom 11.01.2010, Az.: 3 Ca 2556/09.

Die Bun­des­agen­tur für Arbeit hat­te gemein­sam mit der Stadt Duis­burg auf­grund des Vier­ten Geset­zes für moder­ne Dienst­leis­tun­gen am Arbeits­markt im Jahr 2004 eine Arbeits­ge­mein­schaft (im fol­gen­den: ARGE) zur Wahr­neh­mung der den Ver­trags­part­nern nach dem SGB II (Grund­si­che­rung, umgangs­sprach­lich: „Hartz IV”) oblie­gen­den Auf­ga­ben gegrün­det. Die ARGE hat ihrer­seits im Juli 2007 die Bun­des­agen­tur für Arbeit Duis­burg beauf­tragt, befris­tet bis zum 31.12.2009 den Tele­fon­ser­vice zu über­neh­men.

Die­sen Umstand hat die beklag­te Bun­des­agen­tur für Arbeit zum Anlass genom­men, in die­sem Bereich Tele­fon-Ser­vice-Bera­ter nur befris­tet anzu­stel­len.

Die­se Befris­tung ist nach Auf­fas­sung des Arbeits­ge­richts Duis­burg jedoch unwirk­sam, betont von Bre­dow.

Eine sach­grund­lo­se Befris­tung war nicht mehr mög­lich, da der zuläs­si­ge Zeit­raum von zwei Jah­ren über­schrit­ten war. Im Übri­gen fehlt es an dem erfor­der­li­chen Sach­grund. Tele­fo­ni­sche Ser­vice­leis­tun­gen für Grund­si­che­rungs­su­chen­de wer­den dau­er­haft benö­tigt wer­den. Der Bedarf an die­ser Ser­vice­leis­tung ist nicht nur „vor­über­ge­hend”, wie die Bun­des­agen­tur für Arbeit argu­men­tiert hat. Die Bun­des­agen­tur für Arbeit ist ori­gi­när zustän­dig für wesent­li­che Berei­che der Grund­si­che­rung. Der Sach­grund des vor­über­ge­hen­den Bedarfs an einer Arbeits­leis­tung wird nicht dadurch geschaf­fen, dass ein Arbeit­ge­ber als eines von zwei Mit­glie­dern einer Arbeits­ge­mein­schaft die­ser sei­ne Auf­ga­ben über­trägt und sich dann von die­ser — aller­dings nur befris­tet — wie­der mit einem Teil der Auf­ga­ben beauf­tra­gen lässt.

Die Klä­ge­rin ist eine von meh­re­ren Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mern der Bun­des­agen­tur für Arbeit, die zur Zeit vor dem Arbeits­ge­richt Duis­burg gegen ihre Befris­tung kla­gen. Die Ent­schei­dung ist noch nicht rechts­kräf­tig,

Von Bre­dow emp­fahl, dies zu beach­ten und bei auf­kom­men­den Fra­gen dazu Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.

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Frhr. Fenimo­re von Bre­dow
Rechts­an­walt
Fach­an­walt für Arbeits­recht
Lei­ter des VdAA Fach­aus­schus­ses 
 „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen”
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