Ein bereits ein­ge­lei­te­tes Zustim­mungs­erset­zungs­ver­fah­ren gem. § 103 Abs. 2 BetrVG erle­digt sich nicht, son­dern kann fort­ge­führt wer­den, wenn der Man­dats­trä­ger sei­nen vol­len Kün­di­gungs­schutz nach § 15 Abs. 1 Satz 1 KSchG durch Rück­tritt vom Betriebs­rats­amt ver­liert, in unmit­tel­ba­rem zeit­li­chen Zusam­men­hang hier­mit ein neu­er vol­ler Kün­di­gungs­schutz gem. § 15 Abs. 3 Satz 1 KSchG als Wahl­vor­stands­mit­glied begrün­det wird und der Arbeit­ge­ber in dem Zeit­raum, in dem die außer­or­dent­li­che Kün­di­gung des Man­dats­trä­gers nicht der Erset­zung der Zustim­mung des Betriebs­rats­gre­mi­ums durch das Arbeits­ge­richt bedurf­te, aus tat­säch­li­chen Grün­den nicht in der Lage war, eine Kün­di­gung aus­zu­spre­chen.

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