Eine ver­trag­li­che Aus­schluss­frist, deren Lauf von der Fäl­lig­keit des Anspruchs abhängt, beginnt bei Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen, wenn der Scha­den für den Gläu­bi­ger fest­stell­bar ist, also sobald der Gläu­bi­ger vom Scha­dens­er­eig­nis Kennt­nis erlangt oder bei Beach­tung der gebo­te­nen Sorg­falt hät­te erlan­gen kön­nen (im Anschluss an BAG 30.10.2008 — 8 AZR 886/07, Rn. 23).

Ein Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen einen Arbeit­neh­mer, der sich auf den Scha­den, der der Arbeit­ge­be­rin durch einen ver­trags­wid­ri­gen Ent­zug eines PKW durch einen Drit­ten ent­stan­den ist rich­tet, wird fäl­lig, wenn bei objek­ti­ver Betrach­tung mit einer über­wie­gen­den Wahr­schein­lich­keit davon aus­zu­ge­hen ist, dass der PKW dau­er­haft ent­zo­gen und mit sei­ner Rück­ga­be oder Bezah­lung nicht zu rech­nen ist.

(Hier: Fäl­lig­keit spä­tes­tens mit dem Ent­schluss der Arbeit­ge­be­rin, gegen den Drit­ten nach meh­re­ren fehl­ge­schla­ge­nen Ver­su­chen zur Her­aus­ga­be nach 11 Mona­ten Kla­ge zu erhe­ben).

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