1. Die Befris­tung einer Arbeits­zeit­er­hö­hung unter­liegt der Ange­mes­sen­heits­kon­trol­le gem. §§ 305 ff. BGB. Im Fal­le einer Erhö­hung des Arbeits­zeit­vo­lu­mens um mehr als 25 Pro­zent einer ent­spre­chen­den Voll­zeit­be­schäf­ti­gung sind zur Annah­me einer nicht unan­ge­mes­se­nen Benach­tei­li­gung Umstän­de erfor­der­lich, die die Befris­tung des Arbeits­ver­hält­nis­ses ins­ge­samt gem. § 14 Abs. 1 TzB­fG recht­fer­ti­gen wür­den (im Anschluss an BAG 23. März 2016 — 7 AZR 828/13 -).

2. Beruft sich der Arbeit­ge­ber für die Wirk­sam­keit der Befris­tung einer Arbeits­zeit­er­hö­hung in erheb­li­chem Umfang (hier: mehr als 50 Pro­zent einer Voll­zeit­be­schäf­ti­gung) auf einen Ver­tre­tungs­fall gem. § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 TzB­fG bedarf es eben­so wie zur Befris­tung eines Arbeits­ver­hält­nis­ses eines vom Arbeit­ge­ber dar­zu­le­gen­den und ggf. zu bewei­sen­den Kau­sal­zu­sam­men­hangs zwi­schen dem Ver­tre­tungs­fall und der Befris­tung der Arbeits­zeit­er­hö­hung.

3. Die Befris­tung einer Arbeits­zeit­er­hö­hung in erheb­li­chem Umfang kann nach den Grund­sät­zen des insti­tu­tio­nel­len Rechts­miss­brauchs unwirk­sam sein (im Anschluss an LAG Baden-Würt­tem­berg 17.06.2013 — 1 Sa 2/13 -).

4. Wird die Unwirk­sam­keit der Befris­tung einer Arbeits­zeit­er­hö­hung in erheb­li­chem Umfang in ers­ter Instanz fest­ge­stellt, hat der Arbeit­neh­mer einen Anspruch auf Wei­ter­be­schäf­ti­gung mit dem erhöh­ten Arbeits­zeit­vo­lu­men bis zum rechts­kräf­ti­gen Abschluss des Rechts­streits.

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