(Stutt­gart)  Eine frist­lo­se Kün­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses, die dem Arbeit­neh­mer nicht inner­halb der gesetz­li­chen Frist von zwei Wochen zugeht, ist unwirk­sam.

Dar­auf ver­weist der Stutt­gar­ter Fach­an­walt für Arbeits­recht Micha­el Henn, Prä­si­dent des VdAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart unter Hin­weis auf das Urteil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Rhein­land-Pfalz in Mainz (LAG) vom 17.04.2009, Az.: 6 Sa 709/08.

In dem Fall ging einer Sekre­tä­rin die Kün­di­gung um nur einen Tag ver­spä­tet zu. Das, so betont Henn, hielt das LAG für ver­spä­tet, da es sich bei der Frist um eine gesetz­li­che vor­ge­schrie­be­ne Aus­schluss­frist han­de­le, die nicht ver­län­gert wer­den kön­ne. Die Rege­lung in § 626 Abs. 2 BGB sei zwin­gen­des Recht. Sie füh­re zur Unwirk­sam­keit einer gleich­wohl erklär­ten außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung. Der Kün­di­gen­de müs­se die Ein­hal­tung der Zwei-Wochen-Frist gemäß § 626 Abs. 2 BGB dar­le­gen und bewei­sen.

Henn emp­fahl, das Urteil zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len recht­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.   

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