Betrifft das erst­in­stanz­li­che Urteil meh­re­re Streit­ge­gen­stän­de, muss für jeden Streit­ge­gen­stand eine geson­der­te Beru­fungs­be­grün­dung gege­ben wer­den. Fehlt sie zu einem Streit­ge­gen­stand, ist das Rechts­mit­tel inso­weit unzu­läs­sig.
Da ein Auf­lö­sungs­an­trag des Arbeit­ge­bers, der sich mit sei­ner Beru­fung vor­ran­gig gegen die Statt­ga­be der Kün­di­gungs­schutz­kla­ge und nach­ran­gig gegen die Zurück­wei­sung des Auf­lö­sungs­an­trags wen­det, einen eige­nen Streit­ge­gen­stand dar­stellt, der nicht not­wen­dig von der Ent­schei­dung über den Kün­di­gungs­schutz­an­trag abhängt, bedarf es inso­weit einer eigen­stän­di­gen Beru­fungs­be­grün­dung.
Allein die tat­säch­li­che Umset­zung einer unter­neh­me­ri­schen Ent­schei­dung besagt nichts über die Berech­ti­gung der ent­spre­chen­den Pro­gno­se im Kün­di­gungs­zeit­punkt.
Den Arbeit­ge­ber trifft im Rah­men des § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KSchG die Dar­le­gungs- und Beweis­last dafür, ob und in wel­cher Höhe anre­chen­ba­re Bezü­ge den Anspruch des Arbeit­neh­mers auf Fort­zah­lung sei­ner Ver­gü­tung wäh­rend der Zeit des Annah­me­ver­zu­ges min­dern.

Infor­ma­tio­nen: