1. Wenn der Arbeit­ge­ber, anstatt die Arbeits­zei­ten der auf­sto­ckungs­wil­li­gen Teil­zeit­be­schäf­tig­ten zu ver­län­gern, wei­te­re Teil­zeit­ar­beits­plät­ze ohne höhe­re Arbeits­zeit ein­rich­tet, müs­sen für die­se Ent­schei­dung arbeits­platz­be­zo­ge­ne Sach­grün­de bestehen (wie BAG 01.06.2011 7…

ABR 117/09 Rn. 29 der Gründe).2. Aner­ken­nens­wer­te Sach­grün­de lie­gen nicht vor. Eine Ein­schrän­kung der Fle­xi­bi­li­sie­rung des Per­so­nal­ein­sat­zes durch Mehr­ar­beit ist nicht erkenn­bar. Ein erhöh­ter Orga­ni­sa­ti­ons­auf­wand in Ver­tre­tungs­fäl­len wie Urlaub und Krank­heit ist hin­zu­neh­men. Höhe­re Kran­ken­stän­de und eine grö­ße­re Zahl von Betriebs­un­fäl­len in Dop­pel­schich­ten sind nicht zwin­gend auf die höhe­re Arbeits­zeit zurückzuführen.3. Dem Betriebs­rat steht daher ein Zustim­mungs­ver­wei­ge­rungs­recht nach § 99 Abs. 2 Nr. 3 BetrVG zu.

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