1. Die Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts, wonach ein Leih­ar­beit­neh­mer, der eine soge­nann­te “Equal-Pay”-Klage erhebt, zur Dar­le­gung des Ver­gleichs­ent­gelts nach § 10 Abs. 4 S. 1 AÜG sei­ner Dar­le­gungs­last zunächst allein…

durch die Vor­la­ge der Aus­kunft des Ent­lei­hers gemäß § 13 AÜG genügt (sie­he BAG, Urteil vom 13. März 2013 — 5 AZR 146/12 -, juris, Rn. 22 f m.w.N), kann nicht “spie­gel­bild­lich” auf die Fall­kon­stel­la­ti­on über­tra­gen wer­den, in der der Ver­lei­her zur Decke­lung tarif­ver­trag­li­cher Bran­chen­zu­schlä­ge sich auf die Aus­kunft des Ent­lei­hers beruft (ent­ge­gen Arbeits­ge­richt Olden­burg, Urteil vom 11.07.2013 — 6 Ca 49/13, unver­öf­fent­licht sowie Arbeits­ge­richt Osna­brück, Urteil vom 18.09.2013 — 2 Ca 180/13, unver­öf­fent­licht). Dies folgt aus den im Ver­gleich zum Leih­ar­beit­neh­mer erwei­ter­ten Infor­ma­ti­ons­mög­lich­kei­ten des Ver­lei­hers sowie aus der ange­sichts der Inter­es­sens­la­ge unter­schied­li­chen Rich­tig­keits­ge­währ der Aus­kunft in den bei­den Fäl­len. 2. Der Ver­lei­her hat zur Gel­tend­ma­chung der Decke­lung viel­mehr alle für die Berech­nung des Ver­gleichs­ent­gelts erfor­der­li­chen Tat­sa­chen vor­tra­gen. Dazu gehört vor­ran­gig die Benen­nung eines ver­gleich­ba­ren Stamm­ar­beit­neh­mers, des­sen genaue Funk­ti­on, sein Auf­ga­ben­be­reich sowie sei­ne Qua­li­fi­ka­ti­on und das ihm vom Ent­lei­her danach gewähr­te Arbeits­ent­gelt. Im Fal­le der Beru­fung auf ein all­ge­mei­nes Ent­gelt­sche­ma gehört hier­zu des­sen Anwend­bar­keit sowie die danach vor­zu­neh­men­de fik­ti­ve Ein­grup­pie­rung des Leih­ar­beit­neh­mers.

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