(Stutt­gart) Am 02.09.2009 hat­te das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) über die Befris­tung von Arbeits­ver­trä­gen mit wis­sen­schaft­li­chem Per­so­nal an Hoch­schu­len nach § 57b Abs. 1 Satz 2 des Hoch­schul­rah­men­ge­set­zes (HRG) zu ent­schei­den.

Hier­auf ver­weist der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Lei­ter des Fach­aus­schus­ses „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen” des VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf das Urteil des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) vom 02.09.2009, Az.: 7 AZR 291/08.

Nach § 57b Abs. 1 Satz 2 HRG in der bis 17. April 2007 gel­ten­den Fas­sung (jetzt: § 2 Abs. 1 Satz 2 WissZeitVG) ist die Befris­tung von Arbeits­ver­trä­gen mit wis­sen­schaft­li­chem Per­so­nal an Hoch­schu­len nach abge­schlos­se­ner Pro­mo­ti­on bis zu einer Dau­er von sechs Jah­ren, im Bereich der Medi­zin bis zu einer Dau­er von neun Jah­ren zuläs­sig. Die län­ge­re Befris­tungs­mög­lich­keit im Bereich der Medi­zin beruht auf der zeit­li­chen Inan­spruch­nah­me durch die Fach­arzt­aus­bil­dung. Sie gilt daher nur für wis­sen­schaft­li­ches Per­so­nal der medi­zi­ni­schen Fach­rich­tun­gen, nicht für Wis­sen­schaft­ler ande­rer Fach­be­rei­che. Dies hat der Sieb­te Senat des Bun­des­ar­beits­ge­richts ent­schie­den.

In dem Fall, so von Bre­dow, ist der Klä­ger Diplom-Bio­lo­ge der Fach­rich­tung Bio­che­mie. Er war nach Been­di­gung sei­ner Pro­mo­ti­on auf­grund zwei­er befris­te­ter Arbeits­ver­trä­ge in der Zeit vom 1. Mai 2001 bis zum 31. Dezem­ber 2007 an einer medi­zi­ni­schen Hoch­schu­le des beklag­ten Lan­des beschäf­tigt. Nach dem zuletzt abge­schlos­se­nen Arbeits­ver­trag wur­de die Befris­tung auf § 57b Abs. 1 Satz 2 HRG gestützt.

Die gegen die Befris­tung zum 31. Dezem­ber 2007 gerich­te­te Kla­ge hat­te in allen drei Instan­zen Erfolg. Mit dem Klä­ger als Diplom-Bio­lo­gen konn­ten nach § 57b Abs. 1 Satz 2 HRG befris­te­te Arbeits­ver­trä­ge nur bis zur Gesamt­dau­er von sechs Jah­ren abge­schlos­sen wer­den. Die­ser Zeit­rah­men ist über­schrit­ten.

Von Bre­dow emp­fahl, dies zu beach­ten und bei auf­kom­men­den Fra­gen dazu Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.

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