Bun­des­ar­beits­ge­richt: Kei­ne OT-Mit­glied­schaft ohne rechts­wirk­sa­me Sat­zung

 

 

(Stutt­gart) Die Begrün­dung einer Mit­glied­schaft ohne Tarif­bin­dung (OT-Mit­glied­schaft) in einem Arbeit­ge­ber­ver­band setzt vor­aus, dass es für die­se Mit­glied­schafts­form zu dem Zeit­punkt, in dem ein bis­he­ri­ges Voll­mit­glied eine OT-Mit­glied­schaft begrün­den will, eine wirk­sa­me sat­zungs­mä­ßi­ge Grund­la­ge gibt.

Dies, so der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Lei­ter des Fach­aus­schus­ses „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen” des VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf das Urteil des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) vom 26.08.2009, Az.: 4 AZR 294/08, setzt wie­der­um vor­aus, dass eine dahin gehen­de Sat­zungs­än­de­rung bereits in das Ver­eins­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist.

Ein Mit­glied, das bereits zuvor erklärt hat­te, es wol­le zu einem bestimm­ten frü­he­ren Ter­min in die bereits vom Ver­ein beschlos­se­ne OT-Mit­glied­schaft wech­seln, bleibt des­halb auch dann an die bis zum Wirk­sam­wer­den der Sat­zungs­än­de­rung vom Ver­band abge­schlos­se­nen Tarif­ver­trä­ge gebun­den, wenn das Ver­bands­prä­si­di­um die­sem Wunsch durch bestä­ti­gen­de Erklä­rung ent­spro­chen hat.

Die Par­tei­en strei­ten dar­über, ob bestimm­te, in einem Ver­bands­ta­rif­ver­trag vom 21. Juli 2005 vor­ge­se­he­ne Rech­te auch im Arbeits­ver­hält­nis zwi­schen dem Klä­ger und der Beklag­ten gel­ten. Der Klä­ger ist ver.di-Mitglied, die Beklag­te war ursprüng­lich Mit­glied im tarif­schlie­ßen­den Arbeit­ge­ber­ver­band. Bei die­sem war zunächst die Mög­lich­keit einer OT-Mit­glied­schaft nicht vor­ge­se­hen. Die­se wur­de auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung des Ver­ban­des am 23. Novem­ber 2004 beschlos­sen. Im Janu­ar 2005 bean­trag­te die Beklag­te die Auf­nah­me als OT-Mit­glied, was der Ver­band im Febru­ar 2005 bestä­tig­te. Die beschlos­se­ne Sat­zungs­än­de­rung wur­de jedoch erst nach Abschluss des Ver­bands­ta­rif­ver­tra­ges nota­ri­ell beur­kun­det und in das Ver­eins­re­gis­ter ein­ge­tra­gen.

Eben­so wie das Lan­des­ar­beits­ge­richt erkann­te auch der Vier­te Senat des Bun­des­ar­beits­ge­richts dar­auf, dass dem Klä­ger die Rech­te aus dem Tarif­ver­trag vom 21. Juli 2005 kraft bei­der­sei­ti­ger Tarif­ge­bun­den­heit zuste­hen und gab dahin gehen­den Zah­lungs- und Fest­stel­lungs­an­trä­ge im hier Wesent­li­chen statt, betont von Bre­dow.

Ein die Tarif­ge­bun­den­heit been­den­der Wech­sel in eine OT-Mit­glied­schaft setzt für die­se beson­de­re Mit­glied­schafts­form, die das Ver­hält­nis der Ver­eins­mit­glie­der zu Drit­ten betrifft, eine zum Zeit­punkt ihrer Begrün­dung rechts­wirk­sa­me Sat­zungs­grund­la­ge vor­aus. Dar­an fehlt es ohne Ein­tra­gung der Sat­zungs­än­de­rung in das Ver­eins­re­gis­ter.

Von Bre­dow emp­fahl, dies zu beach­ten und bei auf­kom­men­den Fra­gen dazu Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.

Für Rück­fra­gen steht  Ihnen zur Ver­fü­gung:

Frhr. Fenimo­re von Bre­dow
Rechts­an­walt
Fach­an­walt für Arbeits­recht
Lei­ter des VdAA Fach­aus­schus­ses
 „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen“
Domernicht v. Bre­dow Wöl­ke
Bis­marck­stra­ße 34
50672 Köln
Tele­fon: 0221/283040
Tele­fax: 0221/2830416
Email: v.bredow@dvbw-legal.de
www.dvbw-legal.de

 

 

 

 

 

 
 
 
 

Bun­des­ar­beits­ge­richt: Kei­ne OT-Mit­glied­schaft ohne rechts­wirk­sa­me Sat­zung

 

(Stutt­gart) Die Begrün­dung einer Mit­glied­schaft ohne Tarif­bin­dung (OT-Mit­glied­schaft) in einem Arbeit­ge­ber­ver­band setzt vor­aus, dass es für die­se Mit­glied­schafts­form zu dem Zeit­punkt, in dem ein bis­he­ri­ges Voll­mit­glied eine OT-Mit­glied­schaft begrün­den will, eine wirk­sa­me sat­zungs­mä­ßi­ge Grund­la­ge gibt.

Dies, so der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Lei­ter des Fach­aus­schus­ses „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen” des VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf das Urteil des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) vom 26.08.2009, Az.: 4 AZR 294/08, setzt wie­der­um vor­aus, dass eine dahin gehen­de Sat­zungs­än­de­rung bereits in das Ver­eins­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist.

Ein Mit­glied, das bereits zuvor erklärt hat­te, es wol­le zu einem bestimm­ten frü­he­ren Ter­min in die bereits vom Ver­ein beschlos­se­ne OT-Mit­glied­schaft wech­seln, bleibt des­halb auch dann an die bis zum Wirk­sam­wer­den der Sat­zungs­än­de­rung vom Ver­band abge­schlos­se­nen Tarif­ver­trä­ge gebun­den, wenn das Ver­bands­prä­si­di­um die­sem Wunsch durch bestä­ti­gen­de Erklä­rung ent­spro­chen hat.

Die Par­tei­en strei­ten dar­über, ob bestimm­te, in einem Ver­bands­ta­rif­ver­trag vom 21. Juli 2005 vor­ge­se­he­ne Rech­te auch im Arbeits­ver­hält­nis zwi­schen dem Klä­ger und der Beklag­ten gel­ten. Der Klä­ger ist ver.di-Mitglied, die Beklag­te war ursprüng­lich Mit­glied im tarif­schlie­ßen­den Arbeit­ge­ber­ver­band. Bei die­sem war zunächst die Mög­lich­keit einer OT-Mit­glied­schaft nicht vor­ge­se­hen. Die­se wur­de auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung des Ver­ban­des am 23. Novem­ber 2004 beschlos­sen. Im Janu­ar 2005 bean­trag­te die Beklag­te die Auf­nah­me als OT-Mit­glied, was der Ver­band im Febru­ar 2005 bestä­tig­te. Die beschlos­se­ne Sat­zungs­än­de­rung wur­de jedoch erst nach Abschluss des Ver­bands­ta­rif­ver­tra­ges nota­ri­ell beur­kun­det und in das Ver­eins­re­gis­ter ein­ge­tra­gen.

Eben­so wie das Lan­des­ar­beits­ge­richt erkann­te auch der Vier­te Senat des Bun­des­ar­beits­ge­richts dar­auf, dass dem Klä­ger die Rech­te aus dem Tarif­ver­trag vom 21. Juli 2005 kraft bei­der­sei­ti­ger Tarif­ge­bun­den­heit zuste­hen und gab dahin gehen­den Zah­lungs- und Fest­stel­lungs­an­trä­ge im hier Wesent­li­chen statt, betont von Bre­dow.

Ein die Tarif­ge­bun­den­heit been­den­der Wech­sel in eine OT-Mit­glied­schaft setzt für die­se beson­de­re Mit­glied­schafts­form, die das Ver­hält­nis der Ver­eins­mit­glie­der zu Drit­ten betrifft, eine zum Zeit­punkt ihrer Begrün­dung rechts­wirk­sa­me Sat­zungs­grund­la­ge vor­aus. Dar­an fehlt es ohne Ein­tra­gung der Sat­zungs­än­de­rung in das Ver­eins­re­gis­ter.

Von Bre­dow emp­fahl, dies zu beach­ten und bei auf­kom­men­den Fra­gen dazu Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.

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