(Stutt­gart) Das Hes­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt hat soeben die Beschwer­de der Grup­pen­ver­tre­tung der Flug­be­glei­ter der Deut­schen Luft­han­sa gegen einen Beschluss des Arbeits­ge­richts Frank­furt am Main zurück­ge­wie­sen, mit die­se per einst­wei­li­ger Ver­fü­gung errei­chen woll­ten, dass Flug­zeu­ge der Deut­schen Luft­han­sa wei­ter­hin nur mit eige­nem Kabi­nen­per­so­nal und nicht mit Flugbegleitern/Flugbegleiterinnen aus Leih­ar­beits­un­ter­neh­men beschäf­tigt wer­den.

Dar­auf ver­weist der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Vize­prä­si­dent des VDAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Hes­si­schen Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) vom vom 3. Juli 2012 zu sei­nem Beschluss vom sel­ben Tage, Az.: 4 TaBV­Ga 69/12.

Die Grup­pen­ver­tre­tung hat­te sich dabei auf eine Ver­ein­ba­rung der für die Deut­sche Luft­han­sa zustän­di­gen Tarif­ver­trags­par­tei­en vom 3. Mai 2005 gestützt, mit der die Deut­sche Luft­han­sa zusag­te, ihre Flug­zeu­ge “nur mit eige­nem Kabi­nen­per­so­nal zu beree­dern”. Die Ver­ein­ba­rung war aller­dings bis zum 31. Dezem­ber 2008 befris­tet, wir­ke nach Ansicht der Grup­pen­ver­tre­tung jedoch wei­ter fort. Zudem dro­he, so die Grup­pen­ver­tre­tung, die geset­zes­wid­ri­ge unbe­zahl­te Frei­stel­lung von eige­nem Per­so­nal bei der Beschäf­ti­gung von Leih­ar­bei­tern.

Das Hes­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt bestä­tig­te die zurück­wei­sen­de Ent­schei­dung des Arbeits­ge­richts, so von Bre­dow.

Nach sei­ner Ansicht kam es auf eine even­tu­el­le Nach­wir­kung der Ver­ein­ba­rung der Tarif­ver­trags­par­tei­en vom 3. Mai 2005 nicht an. Die Grup­pen­ver­tre­tung sei für die Durch­set­zung tarif­li­cher Ansprü­che nicht zustän­dig. Die­se könn­ten allein die Tarif­ver­trags­par­tei­en selbst durch­set­zen. Einen gesetz­li­chen Unter­las­sungs­an­spruch habe die Grup­pen­ver­tre­tung auch nicht, weil angeb­lich dro­hen­de Geset­zes­ver­stö­ße, z.B. durch Frei­stel­lung eige­nen Kabi­nen­per­so­nals, nicht glaub­haft gemacht wor­den sei­en. Die Ent­schei­dung ist rechts­kräf­tig.

Von Bre­dow emp­fahl, dies zu beach­ten und bei Fra­gen zum Arbeits­recht Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VDAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. – www.vdaa.de – ver­wies.

 

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Frhr. Fenimo­re von Bre­dow
Rechtsanwalt/Fachanwalt für Arbeits­recht
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