Dem 1960 gebo­re­nen Klä­ger, einem gelern­ten Bau­schlos­ser, hat­te der Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger trotz gesund­heit­li­chen Unver­mö­gens zur wei­te­ren Aus­übung der Schlos­ser­tä­tig­keit die Gewäh­rung einer Ren­te wegen teil­wei­ser Erwerbs­min­de­rung bei Berufs­un­fä­hig­keit ver­sagt, weil…

(vdaa)  Dem 1960 gebo­re­nen Klä­ger, einem gelern­ten Bau­schlos­ser, hat­te der Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger trotz gesund­heit­li­chen Unver­mö­gens zur wei­te­ren Aus­übung der Schlos­ser­tä­tig­keit die Gewäh­rung einer Ren­te wegen teil­wei­ser Erwerbs­min­de­rung bei Berufs­un­fä­hig­keit ver­sagt, weil er auf die ihm zumut­ba­re Tätig­keit als Kas­sie­rer an Selbst­be­die­nungs­tank­stel­len ver­wie­sen wer­den kön­ne. Eben­so wie die hier­ge­gen gerich­te­te Kla­ge hat­te auch die Beru­fung des Klä­gers kei­nen Erfolg. Zwar kommt für vor dem 02.01.1961 gebo­re­ne Ver­si­cher­te ein Ren­ten­an­spruch wegen Berufs­un­fä­hig­keit noch in Betracht. Der Klä­ger sei jedoch gesund­heit­lich noch in der Lage, die einem Fach­ar­bei­ter zumut­ba­re Tätig­keit eines Schloss­ma­chers zu ver­rich­ten. Dem Anfor­de­rungs- und Belas­tungs­pro­fil die­ser Tätig­keit, wie es sich aus der Ein­ver­nah­me zwei­er berufs­kund­li­cher Sach­ver­stän­di­ger durch das Gericht erge­be, sei der Klä­ger unter Berück­sich­ti­gung des Ergeb­nis­ses der medi­zi­ni­schen Begut­ach­tun­gen gewach­sen. Die Tätig­keit sei einem Fach­ar­bei­ter auch in sozia­ler Hin­sicht zumut­bar. Nach der Bekun­dung der berufs­kund­li­chen Sach­ver­stän­di­gen wer­de die Tätig­keit eines Schloss­ma­chers, der nicht bloß ganz ein­fa­che Schlös­ser mon­tiert, als Anlern­tä­tig­keit ent­lohnt. Sie kön­ne vom Klä­ger als gelern­tem Bau­schlos­ser nach einer Anlern­zeit von maxi­mal drei Mona­ten voll­wer­tig ver­rich­tet wer­den (Urteil des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Rhein­land-Pfalz vom 21.12.2009 — L 2 R 20/08).
Datum: 10.05.2010
Her­aus­ge­ber: Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­land-Pfalz

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  • Ver­öf­fent­licht: 10.05.2010