1. Unter das Unpfänd­bar­keits­pri­vi­leg des § 850a Nr. 3 ZPO fällt die für eine Erschwer­nis gezahl­te Ent­gelt­zu­la­ge nur, wenn die anspruchs­be­grün­den­de Rege­lung (Arbeits­ver­trag, Betriebs­ver­ein­ba­rung oder Tarif­ver­trag) erken­nen lässt, für wel­che kon­kre­te Erschwer­nis die Zula­ge gedacht ist. Eine durch Tarif­ver­trag “zur Abgel­tung sons­ti­ger Erschwer­nis­se” gewähr­te Zula­ge genügt die­ser Anfor­de­rung nicht.
2. Selbst wenn Nacht­ar­beits­zu­schlä­ge als Erschwer­nis­zu­la­gen im Sin­ne von § 850a Nr. 3 ZPO unpfänd­bar sind (vgl. hier­zu BGH vom 29.06.2016 — VII ZB 4/15 -, juris), gilt dies nicht auch für eine tarif­ver­trag­li­che Zula­ge, die “zur Abgel­tung der Erschwer­nis­se durch Sonn­tags-, Fei­er­tags — und Nacht­ar­beit” gewährt wird.

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