(Stutt­gart) Die Asche­wol­ke ist gera­de eben erst ver­zo­gen, schon müs­sen sich die Arbeits­ge­rich­te damit befas­sen.

Vor dem Arbeits­ge­richt Kre­feld fin­det am Diens­tag, den 08.06.2010, ein Güte­ter­min statt, in dem unter ande­rem über eine Abmah­nung ver­han­delt wird, der fol­gen­der Sach­ver­halt zugrun­de liegt, so der Stutt­gar­ter Fach­an­walt für Arbeits­recht Micha­el Henn, Prä­si­dent des VdAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Gerichts vom 02.06.2010 - 1 Ca 1231/10:

Der Klä­ger ist seit zwei Jah­ren als Ver­kaufs­lei­ter bei der Beklag­ten beschäf­tigt. In der Zeit vom 15. – 18.04.2010 befand er sich im Urlaub, der ihm auch geneh­migt wor­den war. Am 19.04.2010 hät­te er sei­ne Arbeit wie­der antre­ten müs­sen, ist aber nicht zur Arbeit erschie­nen. Die Beklag­te erteil­te ihm eine Abmah­nung und wirft ihm vor, dass er am 19.04.2010 nicht erreich­bar gewe­sen sei und auch nie­man­den über sei­ne Abwe­sen­heit und den Grund infor­miert habe.

Gegen die Abmah­nung hat der Klä­ger Kla­ge erho­ben und behaup­tet, den Urlaub in Spa­ni­en ver­bracht zu haben. Wegen der Behin­de­run­gen des Flug­ver­kehrs durch die Asche­wol­ke über Euro­pa sei sein für den 18.04.2010 geplan­ter Rück­flug gestri­chen wor­den. Er habe dann den Rück­weg per Bus über Can­nes, Genua und Mai­land nach Deutsch­land ange­tre­ten. Erst am 20.04.2010 gegen 11 Uhr habe er die deut­sche Gren­ze pas­siert und dann umge­hend sei­nen Vor­ge­setz­ten infor­miert. Eine frü­he­re Infor­ma­ti­on sei ihm nicht mög­lich gewe­sen, da das Mobil­te­le­fon, das ihm die Beklag­te zur Ver­fü­gung gestellt habe, kei­ne Aus­lands­frei­schal­tung habe.

Henn emp­fahl, den Aus­gang zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len recht­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. – www.vdaa.de – ver­wies.

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