Dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on wer­den gemäß Arti­kel 267 AEUV fol­gen­de Fra­gen vor­ge­legt:

1. a) Ist das ein­schlä­gi­ge Uni­ons­recht, ins­be­son­de­re § 4 Nr 1 und 2 der Rah­men­ver­ein­ba­rung über Teil­zeit­ar­beit im Anhang der Richt­li­nie 97/81 zu der von UNICE, CEEP und EGB geschlos­se­nen Rah­men­ver­ein­ba­rung über Teil­zeit­ar­beit in der durch die Richt­li­nie 98/23 geän­der­ten Fas­sung sowie Arti­kel 4 der Richt­li­nie 2006/54/EG des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 05.07.2006 zur Ver­wirk­li­chung des Grund­sat­zes der Chan­cen­gleich­heit und Gleich­be­hand­lung von Män­nern und Frau­en in Arbeits- und Beschäf­ti­gungs­fra­gen in Ver­bin­dung mit der Richt­li­nie 2000/78/EG des Rates vom 27.11.2000 zur Fest­le­gung eines all­ge­mei­nen Rah­mens für die Ver­wirk­li­chung der Gleich­be­hand­lung in Beschäf­ti­gung und Beruf, dahin aus­zu­le­gen, dass es natio­na­len gesetz­li­chen Bestim­mun­gen oder Gepflo­gen­hei­ten ent­ge­gen­steht, die bei der Bemes­sung der Höhe einer betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung zwi­schen Arbeits­ein­kom­men unter­schei­den, das unter­halb der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung liegt, und sol­chem, das ober­halb der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze liegt (soge­nann­te gespal­te­ne Ren­ten­for­mel), und hier­bei das Ein­kom­men aus einer Teil­zeit­be­schäf­ti­gung nicht so behan­deln, dass sie zunächst das für eine ent­spre­chen­de Voll­zeit­be­schäf­ti­gung zu zah­len­de Ein­kom­men ermit­teln, hier­aus den Anteil ober­halb und unter­halb der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze ermit­teln und die­ses Ver­hält­nis dann auf das redu­zier­te Ein­kom­men aus der Teil­zeit­tä­tig­keit über­tra­gen?
Falls die Fra­ge zu 1. a) ver­neint wird:
b) Ist das ein­schlä­gi­ge Uni­ons­recht, ins­be­son­de­re § 4 Nr. 1 und 2 der Rah­men­ver­ein­ba­rung über Teil­zeit­ar­beit im Anhang der Richt­li­nie 97/81 zu der von UNICE, CEEP und EGB geschlos­se­nen Rah­men­ver­ein­ba­rung über Teil­zeit­ar­beit in der durch die Richt­li­nie 98/23 geän­der­ten Fas­sung sowie Arti­kel 4 der Richt­li­nie 2006/54/EG des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 05.07.2006 zur Ver­wirk­li­chung des Grund­sat­zes der Chan­cen­gleich­heit und Gleich­be­hand­lung von Män­nern und Frau­en in Arbeits- und Beschäf­ti­gungs­fra­gen in Ver­bin­dung mit der Richt­li­nie 2000/78/EG des Rates vom 27.11.2000 zur Fest­le­gung eines all­ge­mei­nen Rah­mens für die Ver­wirk­li­chung der Gleich­be­hand­lung in Beschäf­ti­gung und Beruf, dahin aus­zu­le­gen, dass es natio­na­len gesetz­li­chen Bestim­mun­gen oder Gepflo­gen­hei­ten ent­ge­gen­steht, die bei der Bemes­sung der Höhe einer betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung zwi­schen Arbeits­ein­kom­men unter­schei­den, das unter­halb der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung liegt, und sol­chem, das ober­halb der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze liegt (sog gespal­te­ne Ren­ten­for­mel), und bei einer Beschäf­tig­ten, die teil­wei­se in Voll­zeit, teil­wei­se in Teil­zeit gear­bei­tet hat, kei­ne nach Zeit­ab­schnit­ten (z.B. ein­zel­nen Kalen­der­jah­ren) unter­teil­te Betrach­tungs­wei­se vor­neh­men, son­dern einen ein­heit­li­chen Beschäf­ti­gungs­grad für die Gesamt­dau­er des Arbeits­ver­hält­nis­ses ermit­teln und die gespal­te­ne Ren­ten­for­mel erst auf die hier­aus resul­tie­ren­de Durch­schnitts­ver­gü­tung anwen­den?
2. Ist das ein­schlä­gi­ge Uni­ons­recht, ins­be­son­de­re das in Art 21 der Char­ta der Grund­rech­te der Euro­päi­schen Uni­on ver­an­ker­te und durch die Richt­li­nie 2000/78/EG des Rates vom 27. Novem­ber 2000 zur Fest­le­gung eines all­ge­mei­nen Rah­mens für die Ver­wirk­li­chung der Gleich­be­hand­lung in Beschäf­ti­gung und Beruf, ins­be­son­de­re deren Art 1, 2 und 6, kon­kre­ti­sier­te Ver­bot der Dis­kri­mi­nie­rung wegen des Alters, dahin aus­zu­le­gen, dass es natio­na­len gesetz­li­chen Bestim­mun­gen oder Gepflo­gen­hei­ten ent­ge­gen­steht, die eine betrieb­li­che Alters­ren­te in der Höhe vor­se­hen, die dem Ver­hält­nis der Dau­er der Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit zu der Zeit vom Beginn der Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit bis zum Errei­chen der Regel­al­ters­gren­ze in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung ent­spricht (ratier­li­che Berech­nung nach dem m/n tel Prin­zip), und die hier­bei eine Höchst­be­gren­zung anrech­nungs­fä­hi­ger Dienst­jah­re vor­neh­men, mit der Fol­ge, dass Arbeit­neh­mer, die in jün­ge­ren Lebens­jah­ren ihre Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit zurück­ge­legt haben, eine gerin­ge­re Betriebs­ren­te erhal­ten als Mit­ar­bei­ter, die ihre Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit in einem höhe­ren Lebens­al­ter zurück­ge­legt haben, obwohl bei bei­den Mit­ar­bei­tern die glei­che Dau­er der Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit vor­liegt?

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