1. Erteilt d. Vorsitzende bei Säumnis der klagenden Partei (hier: Nichtverhandeln iSd. § 333 ZPO) den Hinweis, dass die beklagte Partei neben einem Antrag auf Erlass eines Versäumnisurteils (§ 330 ZPO) auch einen Antrag auf Entscheidung nach Aktenlage (§ 331a ZPO) stellen kann, begründet dies nicht die Besorgnis der Befangenheit d. Vorsitzenden. Der Hinweis ist von § 139 Abs. 1 Satz 2 Alt. 3 ZPO gedeckt.

2. Für das arbeitsgerichtliche Verfahren ist streitig, ob bereits im ersten Kammertermin eine Entscheidung nach Aktenlage ergehen kann. Ist d. Vorsitzende der Auffassung, dass eine Entscheidung nach Aktenlage bereits im ersten Kammertermin ergehen kann, unterliegt die Richtigkeit dieser Rechtsauffassung nicht der Überprüfung im Rahmen eines Ablehnungsgesuchs.

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