1. Der Leis­tungs­aus­schluss für Aus­län­der nach § 7 Abs. 1 S. 2 SGB II gilt für Uni­ons­bür­ger auf­grund des Gebots der Inlän­der­gleich­be­hand­lung aus Art. 4 VO (EG) 883/2004 zumin­dest…

(vdaa)  1. Der Leis­tungs­aus­schluss für Aus­län­der nach § 7 Abs. 1 S. 2 SGB II gilt für Uni­ons­bür­ger auf­grund des Gebots der Inlän­der­gleich­be­hand­lung aus Art. 4 VO (EG) 883/2004 zumin­dest dann nicht, wenn sie Leis­tun­gen nach Art. 3 Abs. 1 VO (EG) 883/2004 erhal­ten oder erhal­ten haben.

2. Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge im Sin­ne des § 2 Abs. 2 Nr. 6 FreizügG/EU einer frei­zü­gig­keits­be­rech­tig­ten Per­son sind nicht die nicht­ehe­li­chen Part­ner.

3. Erwerbs­fä­hig nach § 8 Abs. 2 SGB II ist ein Uni­ons­neu­bür­ger aus Rumä­ni­en oder Bul­ga­ri­en bereits dann, wenn er allein aus Grün­den der Nach­ran­gig­keit einer Arbeits­er­laub­nis bedarf (soge­nann­ter nach­ran­gi­ger Arbeits­markt­zu­gang). Das ist anzu­neh­men, wenn die Arbeits­er­laub­nis nach § 284 Abs. 3 SGB III i.V.m. § 39 ABs. 2 bis 4 Auf­en­thG erteilt wer­den kann. Das gilt auch für die Rechts­la­ge vor dem 1. April 2011.

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