(Stutt­gart) Gesetz­lich Kran­ken­ver­si­cher­te haben Zuzah­lun­gen — zum Bei­spiel zu Heil­mit­teln und sta­tio­nä­ren Maß­nah­men — bis zur per­sön­li­chen Belas­tungs­gren­ze zu leis­ten. Die­se Gren­ze rich­tet sich nach den jähr­li­chen Brut­to­ein­nah­men zum Lebens­un­ter­halt des Ver­si­cher­ten.

Dies, so die Dres­de­ner Fach­an­wäl­tin für Arbeits- und Sozi­al­recht Bär­bel Mols­bach, Lan­des­re­gio­nal­lei­te­rin „Sach­sen” des VdAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, sei der Tenor eines am 01.04.2009 ver­öf­fent­lich­ten Beschlus­ses des Hes­si­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richts in Darm­stadt, AZ.: AZ L 8 KR 52/09 B ER.

In dem Fall wur­de ein Rent­ner-Ehe­paar aus dem Main-Tau­nus-Kreis von der AOK über sei­ne per­sön­li­che Belas­tungs­gren­ze infor­miert. Dar­auf­hin bean­trag­ten die Rent­ner beim Sozi­al­ge­richt, per einst­wei­li­ge Anord­nung voll­stän­dig von „Zuzah­lun­gen aller Art” befreit zu wer­den. Zudem berie­fen sie sich dar­auf, dass die Kran­ken­kas­se anstel­le des Brut­to­be­tra­ges nur den Net­to­be­trag ihrer Ren­ten zur Berech­nung der Belas­tungs­gren­ze hät­te her­an­zie­hen dür­fen.

Dies, so Mols­bach, sahen die Rich­ter bei­der Instan­zen in dem einst­wei­li­gen Rechts­schutz­ver­fah­ren anders:

Seit Anfang 2004 müss­ten Ver­si­cher­te Zuzah­lun­gen bis zu einer Belas­tungs­gren­ze leis­ten. Die­se betra­ge 2 % der jähr­li­chen Ein­nah­men zum Lebens­un­ter­halt — für chro­nisch Kran­ke 1 %. Nach der gesetz­li­chen Rege­lung sei­en dabei die Brut­to­ein­nah­men maß­geb­lich.

Der Beschluss ist unan­fecht­bar

Mols­bach, emp­fahl Arbeit­neh­mern, dies zu beach­ten in Zwei­fels­fäl­len recht­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei sie u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.   

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