(Stutt­gart) Eine tarif­li­che Lohn­ver­zichts­ver­ein­ba­rung kann nach einem Urteil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts vom 04.03.2009 bei dro­hen­der Insol­venz des Arbeit­ge­bers mit der Wir­kung gekün­digt wer­den, dass die bis dahin durch den Ver­zicht auf­ge­lau­fe­nen Lohn­be­stand­tei­le für die Berech­nung des Insol­venz­gel­des von Bedeu­tung sein kön­nen. (AZ.: B 11 AL 8/08 R)

Dies, so der Stutt­gar­ter Fach­an­walt für Arbeits­recht Micha­el Henn, Prä­si­dent des VdAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, gel­te aber nur inso­weit, als die Lohn­be­stand­tei­le im Insol­venz­geld-Zeit­raum erar­bei­tet sind und des­halb Arbeits­ent­gelt “für” die der Insol­venz vor­aus­ge­hen­den drei Mona­te des Arbeits­ver­hält­nis­ses dar­stel­len.

Das Gericht hat­te in dem Fall über die For­de­rung eines Arbeit­neh­mers eines insol­ven­ten Küchen­mö­bel­her­stel­lers zu ent­schei­den, der höhe­res Insol­venz­geld für die Zeit von August bis Okto­ber 2003 unter Berück­sich­ti­gung aller Tarif­lohn­er­hö­hun­gen ein­schließ­lich Weih­nachts- und Urlaubs­geld gel­tend gemacht hat­te. Hier­auf hat­te die Beleg­schaft bis Sep­tem­ber 2003 wäh­rend der Lauf­zeit eines Restruk­tu­rie­rungs­ta­rif­ver­trags ver­zich­tet. Wegen der dro­hen­den Insol­venz hat­te die Gewerk­schaft die­sen Tarif­ver­trag im Sep­tem­ber 2003 gekün­digt.

Henn emp­fahl, dies zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len recht­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.   

Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:

Micha­el Henn   
Rechts­an­walt     
Fach­an­walt für Erbrecht     
Fach­an­walt für Arbeits­recht     
VdAA — Prä­si­dent       
Rechts­an­wäl­te Dr. Gaupp & Coll.   
Theo­dor-Heuss-Str. 11 
70174 Stutt­gart     
Tel.: 0711/30 58 93–0
Fax: 0711/30 58 93–11  
stuttgart@drgaupp.de 
www.drgaupp.de