1. Betriebs­ver­ein­ba­run­gen gel­ten nach Unter­neh­mens­spal­tun­gen beim Erwer­ber auch dann kol­lek­tiv­recht­lich wei­ter, wenn die Spal­tung nicht mit einem Teil­be­triebs­über­gang ein­her­geht, wenn die abge­spal­te­nen Ver­mö­gens­tei­le beim neu­en Rechts­trä­ger in eine erst­mals geschaf­fe­ne neue betrieb­li­che Ver­bun­den­heit ohne wesent­li­che orga­ni­sa­to­ri­sche Ände­run­gen ein­ge­glie­dert wer­den.

2. Nach einem Betriebs­über­gang wer­den gem. § 613a Abs. 1 Satz 3 BetrVG beim Betriebs­ver­äu­ße­rer gel­ten­de Betriebs­ver­ein­ba­run­gen durch die beim Erwer­ber gel­ten­den Betriebs­ver­ein­ba­run­gen abge­löst. Die Ablö­sung unter­legt kei­nem gene­rel­len Ver­schlech­te­rungs­ver­bot. Ein sol­ches kann auch der Scat­to­lon-Ent­schei­dung des EuGH (EuGH 6. Sep­tem­ber 2011 — C-108/10) nicht ent­nom­men wer­den.

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