(Stutt­gart) Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln hat soeben einem 61jährigen Mann Pro­zess­kos­ten­hil­fe ver­sagt, der auf Scha­den­er­satz wegen Alters­dis­kri­mi­nie­rung gemäß § 15 AGG (All­ge­mei­nes Gleich­be­hand­lungs­ge­setz) klagt.

Dar­auf ver­weist der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Lei­ter des Fach­aus­schus­ses „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen“ des VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart unter Hin­weis auf den am 24.02.2010 ver­öf­fent­lich­ten Beschluss des Urteil des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Köln vom 10.02.2010 — 5 Ta 408/09.

Der Klä­ger hat­te sich am 06.03.2010 um eine Stel­le als Ver­triebs­lei­ter mit 15 unter­stell­ten Mit­ar­bei­tern bewor­ben. Vor Gericht behaup­tet er, die Per­so­nal­lei­te­rin habe ihm in einem Gespräch im Juli 2009 erklärt, er sei zu alt und pas­se nicht in das Ver­triebs­team.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die Pro­zess­kos­ten­hil­fe abge­lehnt, weil davon aus­zu­ge­hen war, dass der Klä­ger für die Stel­le offen­sicht­lich unge­eig­net war, betont von Bre­dow.

Er hat­te jeden­falls seit 1986 nach sei­nen eige­nen Bewer­bungs­un­ter­la­gen als Selb­stän­di­ger ohne Per­so­nal­ver­ant­wor­tung gear­bei­tet, wäh­rend die Stel­len­an­zei­ge bereits erwor­be­ne Erfah­run­gen in ähn­li­cher Posi­ti­on wie der eines Lei­ters der Ver­triebs­ab­tei­lung ver­lang­te. Dass das Alter bei der Ableh­nung tat­säch­lich kei­ne Rol­le gespielt hat, stand für das Lan­des­ar­beits­ge­richt auch des­halb fest, weil der Klä­ger im Juli unan­ge­mel­det bei der Fir­ma erschie­nen war, ein Gespräch mit der Per­so­nal­lei­te­rin gefor­dert und, ohne das übri­ge Bewer­ber­feld zu ken­nen, behaup­tet hat­te, der best­qua­li­fi­zier­tes­te Bewer­ber zu sein. Aus einer sol­chen Pro­vo­ka­ti­on und Selbst­über­schät­zung – so das Lan­des­ar­beits­ge­richt – habe die Fir­ma nur den Schluss auf die feh­len­de Eig­nung zie­hen kön­nen.

Von Bre­dow emp­fahl, das zu beach­ten und bei Fra­gen zum Arbeits­recht Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. – www.vdaa.de – ver­wies.

Für Rück­fra­gen steht  Ihnen zur Ver­fü­gung: 

Frhr. Fenimo­re von Bre­dow
Rechts­an­walt
Fach­an­walt für Arbeits­recht
Lei­ter des VdAA Fach­aus­schus­ses
 „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen“
Domernicht v. Bre­dow Wöl­ke
Bis­marck­stra­ße 34
50672 Köln
Tele­fon: 0221/283040
Tele­fax: 0221/2830416
Email: v.bredow@dvbw-legal.de
www.dvbw-legal.de