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VDAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e.V.
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Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len: Hartz IV Emp­fän­ger bekom­men kei­nen PC bezahlt

 

(Stutt­gart) Emp­fän­ger von Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de („Hartz-IV-Leis­tun­gen“) haben kei­nen Anspruch auf Über­nah­me der Kos­ten für die Erst­an­schaf­fung eines PC.

Dies, so der Kie­ler Fach­an­walt für Arbeits­recht Jens Klar­mann, Vize­prä­si­dent des VdAA  — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, hat jetzt das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len (LSG NRW) in einem am 11.05.2010 ver­öf­fent­lich­ten Beschluss ent­schie­den und damit den Beschluss des Sozi­al­ge­richts Det­mold, der Klä­ge­rin wegen feh­len­der Erfolgs­aus­sicht ihrer Kla­ge kei­ne Pro­zess­kos­ten­hil­fe zu bewil­li­gen, bestä­tigt — Az.: L 6 AS 297/10 B, Vor­in­stanz SG Det­mold, Az:. S 18 AS 105/09.

Die Frau aus Min­den hat­te von der zustän­di­gen Behör­de die Über­nah­me der Kos­ten für die Anschaf­fung eines PC samt Zube­hör (Moni­tor, Tas­ta­tur, Maus, Laut­spre­cher, Dru­cker und Soft­ware) sowie die Teil­nah­me an einem PC — Grund­lehr­gang ver­langt. Die Behör­de lehn­te ab, weil ein Per­so­nal­com­pu­ter (PC) nicht zur Erst­aus­stat­tung einer Woh­nung gehö­re, deren Bezah­lung Hartz-IV-Emp­fän­ger zusätz­lich zu ihrer Regel­leis­tung zusteht.

Das LSG NRW bestä­tig­te die­se Ent­schei­dung, so Klar­mann.

Hartz-IV-Emp­fän­ger könn­ten nicht ver­lan­gen, bei der Erst­aus­stat­tung ihrer Woh­nung wie die Mehr­heit der Haus­hal­te gestellt zu wer­den. Es kom­me nicht dar­auf an, in wel­chem Umfang PCs in Haus­hal­ten in Deutsch­land ver­brei­tet, son­dern ob sie für eine geord­ne­te Haus­halts­füh­rung not­wen­dig sei­en. Ein Haus­halt las­se sich aber pro­blem­los ohne einen PC füh­ren. Mit Infor­ma­tio­nen könn­ten sich Hartz-IV- Emp­fän­ger auch aus Fern­se­hen und Radio ver­sor­gen.

Die Ent­schei­dung über die Ver­sa­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe ist rechts­kräf­tig. Über die Kla­ge in der Haupt­sa­che hat dem­nächst das Sozi­al­ge­richt Det­mold zu ent­schei­den. Die Kos­ten für einen Anwalt muss die Klä­ge­rin dabei sel­ber tra­gen, wenn sie nicht auf anwalt­li­che Hil­fe ver­zich­tet.

Klar­mann emp­fahl, dies zu beach­ten sowie in Zwei­fels­fäl­len um Rechts­rat nach­zu­su­chen, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. – www.vdaa.de – ver­wies.    

Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung: 

Jens Klar­mann
Rechts­an­walt       
Fach­an­walt für Arbeits­recht   
VdAA – Vize­prä­si­dent   
c/o  Pas­sau, Nie­mey­er & Kol­le­gen
Walk­er­damm 1  
24103 Kiel  
Tel.: 0431 – 974 300
Fax: 0431 – 974 3099 
j.klarmann@pani-c.de
www.pani-c.de

 
 
 
 

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Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len: Hartz IV Emp­fän­ger bekom­men kei­nen PC bezahlt

 

Essen. Emp­fän­ger von Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de (“Hartz-IV-Leis­tun­gen”) haben kei­nen Anspruch auf Über­nah­me der Kos­ten für die Erst­an­schaf­fung eines PC. Das hat jetzt das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len (LSG NRW)…

(vdaa)  Essen. Emp­fän­ger von Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de (“Hartz-IV-Leis­tun­gen”) haben kei­nen Anspruch auf Über­nah­me der Kos­ten für die Erst­an­schaf­fung eines PC. Das hat jetzt das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len (LSG NRW) ent­schie­den und den Beschluss des Sozi­al­ge­richts Det­mold, der Klä­ge­rin wegen feh­len­der Erfolgs­aus­sicht ihrer Kla­ge kei­ne Pro­zess­kos­ten­hil­fe zu bewil­li­gen, bestä­tigt. Die Frau aus Min­den hat­te von der zustän­di­gen Behör­de die Über­nah­me der Kos­ten für die Anschaf­fung eines PC samt Zube­hör (Moni­tor, Tas­ta­tur, Maus, Laut­spre­cher, Dru­cker und Soft­ware) sowie die Teil­nah­me an einem PC — Grund­lehr­gang ver­langt. Die Behör­de lehn­te ab, weil ein Per­so­nal­com­pu­ter (PC) nicht zur Erst­aus­stat­tung einer Woh­nung gehö­re, deren Bezah­lung Hartz-IV-Emp­fän­ger zusätz­lich zu ihrer Regel­leis­tung zusteht. Das LSG NRW bestä­tig­te die­se Ent­schei­dung. Hartz-IV-Emp­fän­ger könn­ten nicht ver­lan­gen, bei der Erst­aus­stat­tung ihrer Woh­nung wie die Mehr­heit der Haus­hal­te gestellt zu wer­den. Es kom­me nicht dar­auf an, in wel­chem Umfang PCs in Haus­hal­ten in Deutsch­land ver­brei­tet, son­dern ob sie für eine geord­ne­te Haus­halts­füh­rung not­wen­dig sei­en. Ein Haus­halt las­se sich aber pro­blem­los ohne einen PC füh­ren. Mit Infor­ma­tio­nen könn­ten sich Hartz-IV- Emp­fän­ger auch aus Fern­se­hen und Radio ver­sor­gen.

Die Ent­schei­dung über die Ver­sa­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe ist rechts­kräf­tig. Über die Kla­ge in der Haupt­sa­che hat dem­nächst das Sozi­al­ge­richt Det­mold zu ent­schei­den. Die Kos­ten für einen Anwalt muss die Klä­ge­rin dabei sel­ber tra­gen, wenn sie nicht auf anwalt­li­che Hil­fe ver­zich­tet (Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len, Beschluss vom 23.04 2010 — L 6 AS 297/10 B, Vor­in­stanz SG Det­mold, Beschluss vom 7.1.2010 — S 18 AS 105/09 SG Det­mold).

Infor­ma­tio­nen:

  • Ver­öf­fent­licht: 11.05.2010