(Stutt­gart) Wer als Rad­fah­rer auf dem Heim­weg von der Arbeit einem Auto­fah­rer den Weg ver­sperrt, um ihn wegen eines ver­meint­li­chen Ver­kehrs­ver­sto­ßes zur Rede zu stel­len, ver­liert den Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung.

Dies, so der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Lei­ter des Fach­aus­schus­ses „Beson­de­re Arten von Arbeits­ver­hält­nis­sen” des VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richts Nord­rhein-West­fa­len (LSG NRW) in einem am 13.10.2009 ver­öf­fent­lich­ten Urteil vom 29. 09. 2009 — Az.: S 5 U 298/08 — im Fall eines 56 jäh­ri­gen Rad­lers aus Köln ent­schie­den und damit eine anders­lau­ten­de Ent­schei­dung des Sozi­al­ge­richts Köln auf­ge­ho­ben.

Der Klä­ger wur­de auf dem Nach­hauseweg in der Köl­ner Innen­stadt von einem tür­ki­schen PKW-Fah­rer in einer Tem­po-30-Zone nach sei­ner Ansicht mehr­fach geschnit­ten. Er stell­te sich dar­auf­hin vor einer Ampel dem Pkw in den Weg und hin­der­te ihn an der Wei­ter­fahrt, um den Fah­rer zur Rede zu stel­len. Als Fah­rer und Bei­fah­rer aus­stie­gen, setz­te sich der PKW — offen­bar ver­se­hent­lich — in Bewe­gung und brach dem Klä­ger das Waden- und Schien­bein. Er muss­te sta­tio­när im Kran­ken­haus behan­delt wer­den.

Nach Ansicht der Esse­ner Rich­ter umfasst der Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung für Wege­un­fäl­le das Ver­hal­ten des Klä­gers nicht. Er habe damit viel­mehr sei­nen ver­si­cher­ten Heim­weg von der Arbeit mehr als nur gering­fü­gig unter­bro­chen und eigen­wirt­schaft­li­che Inter­es­sen ver­folgt.

Das Urteil ist noch nicht rechts­kräf­tig

Von Bre­dow emp­fahl, das Urteil zu beach­ten und bei auf­kom­men­den Fra­gen dazu Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.

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