Das Arbeits­ge­richt Ber­lin hat die Kla­ge einer Repor­te­rin des ZDF auf­grund einer Ungleich­be­hand­lung bei der Ver­gü­tung wegen des Geschlechts abge­wie­sen.
Die Repor­te­rin hat­te gel­tend gemacht, sie erhal­te allein wegen ihres Geschlechts eine gerin­ge­re Ver­gü­tung als ihre männ­li­chen Kol­le­gen. Das ZDF sei des­halb zur Aus­kunft über die Ver­gü­tung ihrer Kol­le­gen und zur Zah­lung einer Ent­schä­di­gung wegen einer unge­recht­fer­tig­ten Ungleich­be­hand­lung ver­pflich­tet.
Das Arbeits­ge­richt hat den Aus­kunfts­an­spruch abge­wie­sen, weil für ihn eine gesetz­li­che Grund­la­ge feh­le. Auch habe die Klä­ge­rin kei­ne Tat­sa­chen vor­ge­tra­gen, die auf eine unge­recht­fer­tig­te Ungleich­be­hand­lung bei der Ver­gü­tung von Män­nern und Frau­en hin­deu­ten wür­den. Die von ihr benann­ten Mit­ar­bei­ter sei­en nicht ver­gleich­bar, weil sie anders als die Klä­ge­rin beschäf­tigt wür­den; wei­te­re Anhalts­punk­te für die behaup­te­te Ungleich­be­hand­lung sei­en nicht gege­ben. Da eine Dis­kri­mi­nie­rung der Klä­ge­rin nicht fest­ge­stellt wer­den kön­ne, ste­he ihr auch ein Ent­schä­di­gungs­an­spruch nicht zu.
Das Urteil ist nicht rechts­kräf­tig; es kann mit dem Rechts­mit­tel der Beru­fung an das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg ange­grif­fen wer­den.

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