(Stutt­gart) Eine Bestim­mung in einer Pen­si­ons­ord­nung, nach der ein Anspruch auf eine Inva­li­den­ren­te bei Berufs­un­fä­hig­keit nur besteht, wenn der Arbeit­neh­mer bei Ein­tritt des Ver­sor­gungs­falls min­des­tens das 50. Lebens­jahr voll­endet hat, ist wirk­sam. Sie ver­stößt nicht gegen das Ver­bot der Dis­kri­mi­nie­rung wegen des Alters.

Dar­auf ver­weist der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Vize­prä­si­dent des VDAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) vom 11.12.2013 zu sei­nem Urteil vom 10. Dezem­ber 2013 — 3 AZR 796/11.

Der im August 1956 gebo­re­ne Klä­ger war seit dem 1. Juni 1977 bei der Beklag­ten beschäf­tigt. Ihm waren Leis­tun­gen der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung nach der Pen­si­ons­ord­nung der Beklag­ten zuge­sagt wor­den. Die­se sieht vor, dass Ren­ten­leis­tun­gen gewährt wer­den, wenn der Betriebs­an­ge­hö­ri­ge bei Ein­tritt des Ver­sor­gungs­falls eine Min­dest­dienst­zeit und ein Min­dest­al­ter in den Diens­ten der Fir­ma erreicht hat. Bei Inva­li­di­tät infol­ge Berufs­un­fä­hig­keit beträgt das Min­dest­al­ter für die Ren­ten­zah­lung 50 Jah­re. Nach­dem dem Klä­ger mit Wir­kung ab dem 1. Sep­tem­ber 2002 eine gesetz­li­che Ren­te wegen teil­wei­ser Erwerbs­min­de­rung bei Berufs­un­fä­hig­keit bewil­ligt wor­den war, schlos­sen die Par­tei­en einen Auf­he­bungs­ver­trag zum 31. März 2003.

Die auf Zah­lung einer Inva­li­den­ren­te nach der Pen­si­ons­ord­nung der Beklag­ten gerich­te­te Kla­ge hat­te vor dem Drit­ten Senat des Bun­des­ar­beits­ge­richts — wie schon in den Vor­in­stan­zen — kei­nen Erfolg. Dem Anspruch des Klä­gers steht die Bestim­mung der Pen­si­ons­ord­nung ent­ge­gen, wonach das Min­dest­al­ter für die Ren­ten­zah­lung bei Inva­li­di­tät infol­ge Berufs­un­fä­hig­keit 50 Jah­re beträgt. Die­ses Min­dest­al­ter hat­te der Klä­ger bei Ein­tritt des Ver­sor­gungs­falls der teil­wei­sen Erwerbs­min­de­rung bei Berufs­un­fä­hig­keit nicht erreicht.

Von Bre­dow emp­fahl, dies zu beach­ten und bei Fra­gen zum Arbeits­recht Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VDAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. – www.vdaa.de – ver­wies.

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Frhr. Fenimo­re von Bre­dow
Rechtsanwalt/Fachanwalt für Arbeits­recht
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