Eine Zula­ge von 119,34 €, die der Arbeit­ge­ber der Arbeit­neh­me­rin (Spiel­hal­len­auf­sicht) all­mo­nat­lich neben der mit einem Stun­den­lohn von 7,50 € berech­ne­ten Grund­ver­gü­tung aus­zahlt und deren Bezug nicht von wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen abhän­gig ist — ins­be­son­de­re nicht von der Anzahl monat­lich ange­fal­le­ner Nacht­ar­beits-, Sonn­tags- oder Fei­er­tags­stun­den -, ist min­dest­lohn­wirk­sam und kann vom Arbeit­ge­ber auf den geschul­de­ten Min­dest­lohn ange­rech­net wer­den.
Die­sem Ergeb­nis steht nicht ent­ge­gen, dass die Zula­ge im Juli 2014 ver­ein­bart wor­den ist, um eine Schmä­le­rung des Arbeits­ent­gelts nach einer vom Arbeit­ge­ber gewünsch­ten Redu­zie­rung der ver­trag­li­chen Zuschlä­ge für Arbei­ten nach 20.00 Uhr und an Sonn- und Fei­er­ta­gen aus­zu­glei­chen.
Da der Anspruch auf die Zula­ge von 119,34 € nach der Ver­ein­ba­rung vom Juli 2014 unab­hän­gig davon ist, ob und in wel­chem Umfang in den ein­zel­nen Mona­ten Nacht­ar­beit, Sonn­tags­ar­beit oder Fei­er­tags­ar­beit ange­fal­len sind, ist ein Funk­ti­ons­wan­del gegen­über der frü­he­ren Ver­trags­la­ge bewirkt wor­den, der bei der Prü­fung der funk­tio­nel­len Gleich­wer­tig­keit der Zula­ge zu Grund­ver­gü­tung und Min­dest­lohn zu beach­ten ist.

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