(Stutt­gart) Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz hat ein Ver­fah­ren zu der Fra­ge, ob eine nied­ri­ge­re Besol­dung für Beam­te und Rich­ter trotz Beför­de­rung ver­fas­sungs­ge­mäß ist, aus­ge­setzt und die­ses dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor­ge­legt.

Dar­auf ver­weist der Stutt­gar­ter Fach­an­walt für Arbeits­recht Micha­el Henn, Prä­si­dent des VdAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart unter Hin­weis auf den am 03.02.2010 ver­öf­fent­lich­ten Beschluss des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts (OVG)  Rhein­land-Pfalz vom 4. Dezem­ber 2009, Az.: 10 A 10507/09.OVG.

Nach dem seit 1. Janu­ar 2008 geän­der­ten Lan­des­be­sol­dungs­ge­setz erhal­ten Beam­te und Rich­ter, wel­che in ein Amt ab der Besol­dungs­grup­pe B 2 bezie­hungs­wei­se R 3 beför­dert wer­den, für zwei Jah­re nur das Gehalt der nächst­nied­ri­ge­ren Besol­dungs­grup­pe („War­te­frist”). Dem­entspre­chend bezieht der Klä­ger, der vom Vor­sit­zen­den Rich­ter am Ober­lan­des­ge­richt (Besol­dungs­grup­pe R 3) zum Vize­prä­si­den­ten des Ober­lan­des­ge­richts (Besol­dungs­grup­pe R 4) beru­fen wur­de, zwei Jah­re ledig­lich die Besol­dung aus sei­ner bis­he­ri­gen nied­ri­ge­ren Besol­dungs­grup­pe R 3. Die hier­ge­gen erho­be­ne Kla­ge hat das Ver­wal­tungs­ge­richt abge­wie­sen und die Beru­fung zum Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz zuge­las­sen.

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt hat das Beru­fungs­ver­fah­ren nun aus­ge­setzt, so Henn, und dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die von ihm ver­nein­te Fra­ge vor­ge­legt, ob die „War­te­frist” mit dem ver­fas­sungs­recht­li­chen Grund­satz der amts­an­ge­mes­se­nen Besol­dung im Sin­ne des Art. 33 Abs. 5 Grund­ge­setz in Ein­klang steht. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt wird ent­schei­den müs­sen, ob nach einer Beför­de­rung in ein höher­wer­ti­ges Amt von Ver­fas­sungs­we­gen sofort die höhe­ren Dienst­be­zü­ge zu zah­len sind.

Henn emp­fahl, den Fort­gang zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len recht­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.    

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