Die Betriebs­rats­an­hö­rung ist zu wie­der­ho­len, wenn sich vor Aus­spruch der Kün­di­gung der dem Betriebs­rat im ers­ten Anhö­rungs­ver­fah­ren unter­brei­te­te Sach­ver­halt in wesent­li­chen Punk­ten zuguns­ten des Arbeit­neh­mers geän­dert hat (im Anschluss an BAG 20.01.2000 — 2 AZR 378/99, 11.03.1998 — 2 AZR 401/97; 18.05.1994 — 2 AZR 626/93; 28.06.1984 — 2 AZR 217/83; 01.04.1981 — 7 AZR 1003/78; 26.05.1977 — 2 AZR 201/76). Eine sol­che wesent­li­che Ände­rung ist jeden­falls dann gege­ben, wenn bei einer auf zahl­rei­che ein­zel­ne Vor­wür­fe gestütz­ten Kün­di­gung dem Betriebs­rat mit­ge­teilt wird, der Arbeit­neh­mer habe sich auf eine schrift­li­che Anhö­rung nicht geäu­ßert, und der Arbeit­neh­mer kurz dar­auf im Rah­men einer Ver­hand­lung vor dem Inte­gra­ti­ons­amt eine umfang­rei­che schrift­li­che Stel­lung­nah­me abgibt.

Infor­ma­tio­nen: