1. Die For­de­rung nach sehr guten Eng­lisch- und Deutsch­kennt­nis­sen als Vor­aus­set­zung für die Ein­stel­lung eines Soft­ware­ent­wick­lers oder einer Soft­ware­ent­wick­le­rin in einem inter­na­tio­nal agie­ren­den Unter­neh­men ist im Sin­ne von § 3 Abs. 2 AGG sach­lich gerecht­fer­tigt.

2. Die For­mu­lie­rung in einer Stel­len­an­zei­ge, wonach ein Unter­neh­men ein “jun­ges hoch­mo­ti­vier­tes Team” vor­zu­wei­sen habe und die Auf­for­de­rung, sich zu bewer­ben, wenn der oder die Bewerber/in “Teil eines jun­gen, hoch­mo­ti­vier­ten Teams” wer­den wol­le, ist nicht ein­deu­tig. “Jung” kann sich in die­sem Zusam­men­hang auf den Zeit­punkt der Zusam­men­set­zung des Teams genau­so wie auf das Lebens­al­ter der Team­mit­glie­der bezie­hen. Da kei­nes der mög­li­chen Ver­ständ­nis­se über­wie­gend wahr­schein­lich ist, fehlt auch eine über­wie­gen­de Wahr­schein­lich­keit für eine Benach­tei­li­gung wegen des Lebens­al­ters.

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