Führt die in einem Arbeits­ver­trag ent­hal­te­ne Stich­tags­klau­sel für eine Weih­nachts­gra­ti­fi­ka­ti­on zu einer län­ge­ren Bin­dungs­dau­er als die im sel­ben Ver­trag ent­hal­te­ne Rück­zah­lungs­klau­sel, sind die Rege­lun­gen intrans­pa­rent und damit unwirk­sam nach § 307 Abs. 1 S. 2 i. V. m. S. 1 BGB. Die Klau­seln kön­nen nicht so geteilt wer­den, dass nur eine wirk­sa­me Rück­zah­lungs­klau­sel auf­recht­erhal­ten wird. In Fäl­len, in denen die Intrans­pa­renz gera­de aus der Kom­bi­na­ti­on meh­re­rer Klau­sel besteht, kann die Strei­chung nicht erfol­gen und damit die Klau­sel “trans­pa­rent” gemacht wer­den. Hier wür­de die Gren­ze zur gel­tungs­er­hal­ten­den Reduk­ti­on über­schrit­ten (vgl. BAG, Urteil vom 14.09.2011, 10 AZR 526/10).

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