(Stutt­gart) Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln hat mit einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil eine Ent­schei­dung des Arbeits­ge­richts Bonn bestä­tigt, das einem Maschi­nen­füh­rer, der nach knapp zwei Jah­ren Eltern­zeit in den Betrieb zurück­ge­kehrt und zuvor im 3‑Schichtbetrieb in Voll­zeit beschäf­tigt gewe­sen war, einen Teil­zeit-Anspruch zuge­bil­ligt hat­te.

Der Klä­ger hat eine in Voll­zeit berufs­tä­ti­ge Ehe­frau und zwei Kin­der. Er woll­te nach der Eltern­zeit nur noch in Teil­zeit von mon­tags bis frei­tags zwi­schen 9.00 Uhr und 14.00 Uhr beschäf­tigt wer­den.

Dar­auf ver­weist der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Vize­prä­si­dent des VDAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Landesarbeitsgerichts(LAG) Köln vom 22.07.2013 zu sei­nem Urteil vom 10.01.2013 — 7 Sa 766/12.

Nach § 8 Abs. 4 Satz 1 TzB­fG hat ein Arbeit­ge­ber Wün­schen von Arbeit­neh­mern nach Ver­rin­ge­rung und Neu­ver­tei­lung der Arbeits­zeit zuzu­stim­men, wenn nicht betrieb­li­che Grün­de ent­ge­gen­ste­hen.

Der Arbeit­ge­ber hat­te den Teil­zeit­wunsch abge­lehnt und sich unter ande­rem dar­auf beru­fen, dass sonst spe­zi­ell für den Klä­ger zusätz­li­che Schicht­über­ga­ben ein­ge­führt wer­den müss­ten, was zu Pro­duk­ti­ons­ver­zö­ge­run­gen und damit zu wirt­schaft­li­chen Nach­tei­len führe.Beide Gerich­te haben ent­schie­den, die Ableh­nungs­grün­de des Arbeit­ge­bers sei­en nicht gewich­tig genug. Gewis­se orga­ni­sa­to­ri­sche Anstren­gun­gen sei­en bei jeder Ein­rich­tung von Teil­zeit­ar­beit erfor­der­lich und geset­zes­im­ma­nent. Im vor­lie­gen­den Fall gin­gen sie nicht über das zumut­ba­re Maß hin­aus.

Von Bre­dow emp­fahl, dies zu beach­ten und bei Fra­gen zum Arbeits­recht Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf den VDAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. – www.vdaa.de – ver­wies.

Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:

Frhr. Fenimo­re von Bre­dow
Rechtsanwalt/Fachanwalt für Arbeits­recht
VDAA-Vize­prä­si­dent
Domernicht v. Bre­dow Wöl­ke

Bis­marck­stra­ße 34
50672 Köln

Tele­fon: 0221/283040

Tele­fax: 0221/2830416

Email: v.bredow@dvbw-legal.de

www.dvbw-legal.de